DFB-Pokal Halstenberg schießt Leipzig in der 120. Minute ins Halbfinale

Halstenberg trifft per Elfmeter.

(Foto: REUTERS)
  • Nach dem HSV zieht auch RB Leipzig ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.
  • Gegen Augsburg trifft Marcel Halstenberg in der 120. Minute per Handelfmeter zum Tor des Tages.
  • RB gewinnt damit eine umkämpfte Partie.

Marcel Halstenberg hat RB Leipzig in einem Pokalkrimi erstmals ins Halbfinale geschossen. Der Fußball-Nationalspieler erzielte am Dienstag beim 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim FC Augsburg in der letzten Minute per Handelfmeter das entscheidende Tor.

Vor 25 263 Zuschauern war RB durch Timo Werner (74. Minute) in Führung gegangen. Für den Fußball-Nationalspieler war es erst das zweite Tor in diesem Jahr. Es fehlten nur Sekunden zum Sieg, doch Alfred Finnbogason (90.+4) sorgte durch seinen Ausgleich noch für die Verlängerung. In der Extrazeit war es dann Halstenberg, der nach Handspiel von Michael Gregoritsch vor 25 263 Zuschauern den RB-Siegtreffer erzielte. Gregoritsch sprang mit der Hand zuerst in eine Flanke - ein klarer Elfmeter und ein Blackout des Österreichers.

In einer starken Saison in der Fußball-Bundesliga, in der die Sachsen als Tabellendritter auf Champions-League-Kurs sind, geht die Erfolgsserie auch im Cup-Wettbewerb weiter. Wer die letzte Hürde auf dem Weg in das Finale am 25. Mai in Berlin sein wird, erfahren die Leipziger bei der Auslosung am Sonntag.

Die RB-Torfabrik tat sich gegen gut sortierte Augsburger allerdings viel schwerer als beim 5:0-Schützenfest gegen Hertha BSC am Wochenende. Die Gastgeber setzten nach der 0:3-Enttäuschung im Abstiegskampf beim 1. FC Nürnberg diesmal auf eine sehr defensive Ausrichtung und hatten dennoch die erste gute Chance. Nach einer Hereingabe von André Hahn verzog Philipp Max (6.). Leipzig agierte dominanter und war doch auf die Torwartkünste von Peter Gulacsi angewiesen, der gegen Marco Richter (24.) zur Stelle war.

Leipzig fehlte bei dem von Trainer Ralf Rangnick ausgerufenem "Pokal-Fight" in den eigenen Offensivaktionen oft die Präzision. Die beste Möglichkeit der Anfangsphase hatte Bruma (14.) nach Vorlage von Werner. Dabei deuteten die Leipziger immerhin an, wie gefährlich sie mit viel Tempo sein können. Einen ersten viel versprechenden Konter musste Werner (40.) abbrechen, als ihn die Augsburger Defensive noch rechtzeitig stellen konnte.

Spätestens mit dem Halbzeitpfiff war klar: Wie bei den beiden Nullnummern in der Bundesliga war die Partie eine große Geduldsfrage. In den drei Pokalrunden zuvor hatte Augsburg immer in der zweiten Halbzeit den Grundstein zum Sieg gelegt. Doch gegen die gefährliche RB-Offensive war zunächst weiter Abwarten angesagt. Erst nach knapp einer Stunde ging es wieder gefährlich Richtung RB-Tor. Hahn (58.) hätte bei einem Vorstoß im Strafraum präziser flanken müssen.

Immerhin hielten die Augsburger mit hoher Konzentration Leipzig erstmal erfolgreich weit vom eigenen Strafraum entfernt. Wie von Trainer Manuel Baum gefordert wurde RB der "Spaß am Spiel" genommen. Doch Werner entwischte Kevin Danso und vollendete gegen FCA-Torwart Gregor Kobel. Als für Augsburg alles verloren schien, spitzelte Finnbogason den Ball zum Ausgleich ins Tor. In der Verlängerung war dann Halstenberg ganz cool und entscheidend vom Elfmeterpunkt.

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