DFB-Pokal Drittligist Paderborn erstmals im Viertelfinale

Grenzenlose Freude bei Paderborn nach dem Abpfiff.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Paderborn bezwingt den höherklassigen FC Ingolstadt mit 1:0 und jubelt über das erste Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal.
  • Zweitligist Nürnberg schlägt sich tapfer gegen Wolfsburg, kassiert in der Verlängerung aber zwei Gegentore.
  • Schalke 04 braucht gegen den 1. FC Köln über eine Stunde für das Tor zum 1:0-Erfolg.
  • Der VfB Stuttgart vergibt eine 1:0-Führung inklusive Elfmeter gegen Mainz 05.
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Schalke 04 hat mit einem letzten Kraftakt seine Erfolgsserie fortgesetzt - doch für das Pokalmärchen sorgte der Drittligist SC Paderborn. Neben den Bundesligisten Schalke 04, VfL Wolfsburg und FSV Mainz 05 zogen auch die Ostwestfalen ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte. Das klassenniedrigste Team des Wettbewerbs, im Sommer beinahe aus der 3. Liga abgestiegen, besiegte den Zweitligisten FC Ingolstadt 1:0 (0:0) und bescherte sich fünf Tage vor Heiligabend selbst.

Schalke bezwang mit viel Mühe das Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln 1:0 (0:0). Erst in der Verlängerung setzten sich die Wolfsburger beim 1. FC Nürnberg mit 2:0 (0:0) durch. Mainz hatte am frühen Abend einen Rückstand gegen den VfB Stuttgart gedreht und das Duell der abstiegsbedrohten Bundesligisten mit 3:1 (0:1) für sich entschieden. Alle Viertelfinalisten dürfen sich über die Prämie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Höhe von 1,273 Millionen Euro freuen. Die Spiele der nächsten Runde stehen am 6. und 7. Februar 2018 auf dem Programm.

Dort haben die Paderborner erneut Heimrecht. Das Team von Trainer Steffen Baumgart setzte sich in einer spannenden Begegnung am Ende verdient gegen Bundesligaabsteiger Ingolstadt durch und bleibt damit als einziger Drittligist im Cup-Wettbewerb. Ben Zolinksi gelang in der 56. Minute der Siegtreffer für den Herbstmeister der 3. Liga, der in den Runden zuvor im FC St. Pauli und dem VfL Bochum bereits zwei Zweitligisten aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Auf Schalke hielten die Kölner lange gut mit - ehe Max Meyer die Gastgeber jubeln ließ (63.): Der kleinste Spieler auf dem Platz traf mit einem Kopfball. Die Gelsenkirchener haben seit dem 23. September (0:2 bei 1899 Hoffenheim) kein Pflichtspiel mehr verloren. 13 Spiele ungeschlagen waren sie zuletzt 2006/07 geblieben. Vereinsrekord sind 17 Partien ohne Niederlage 1977.

Aogo vergibt einen Elfmeter - dann kippt die Partie

Der Tabellenletzte Köln schied drei Tage nach seinem ersten Bundesligasieg der Saison zwar erwartungsgemäß aus, machte es dem Favoriten aber sehr schwer. Interimstrainer Stefan Ruthenbeck sammelte trotz der Niederlage weitere Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Am Mittwoch will der FC entscheiden, ob der Nachfolger von Peter Stöger zur Dauerlösung wird.

In Nürnberg erlöste Felix Uduokhai in der 96. Minute die favorisierten Gäste, die in der regulären Spielzeit zweimal den Pfosten getroffen hatten. Allerdings wirkten die Wolfsburger uninspiriert und behäbig - unter anderem, weil Ideengeber Daniel Didavi mehr als eine Stunde lang auf der Bank saß. Yunus Mallis gut gemeinte Versuche, seine Mitspieler in Szene zu setzen, waren wenig durchdacht und nicht zwingend. Der ehemalige Nürnberger Didavi machte dann in der 118. Minute alles klar.

In Mainz trafen Emil Berggreen (62.), Abdou Diallo (71.) und Suat Serdar (90.+3) für die Mainzer. Christian Gentner (41.) war für den VfB erfolgreich. Nach der Führung durch Gentner vergab Dennis Aogo die große Chance zum zweiten Stuttgarter Treffer. Der Ex-Schalker scheiterte per Handelfmeter am Mainzer Torwart Robin Zentner (54.). Dennoch lag im Anschluss ein weiteres VfB-Tor in der Luft. Der Treffer fiel aber auf der Gegenseite durch den kurz zuvor eingewechselten Berggreen. Neun Minuten später drehte Diallo das Spiel. In der Nachspielzeit machte Serdar alles klar.

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