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DFB-Pokal:Pizarro hat bereits sechsmal den DFB-Pokal gewonnen

Nun aber "ist Pokal und Pokal ist geil": Claudio Pizarro sagt das. In einem Spiel sei alles möglich, meint der Stürmer, vor allem, wenn Werder nach dem Sieg gegen Wolfsburg "mit Moral und Schwung" nach München komme. Pizarro ist ein verlässlicher Experte, er hat mit dem FC Bayern fünfmal und mit Werder einmal den Cup gewonnen, "ich werde den Jungs sagen, dass es etwas ganz Besonderes ist, in Berlin im Finale zu stehen".

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Bremen-Stürmer im DFB-Pokal-Halbfinale

Warum alle den heiligen Pizarro lieben

Wenn er kommt, freut sich sogar der Papst: Claudio Pizarros erstaunlicher Karriere-Spätherbst hält Werder Bremen vor dem Pokalspiel beim FC Bayern am Leben.   Von Jonas Beckenkamp

Noch ist allerdings unklar, ob er selbst fit genug ist für 90 oder mehr Minuten; wegen eines Faserrisses an der Bauchmuskulatur hatte er vor dem anstrengenden Wolfsburg-Spiel zwei Wochen aussetzen müssen. Mit Massagen und allerlei weiteren Reha-Maßnahmen wird alles versucht, um Pizarro fit zu bekommen. Er schießt ja nicht nur die Tore. Er gibt den Kollegen alleine mit seiner Anwesenheit ein Gefühl von Sicherheit.

Junuzovic hat dem Cheftrainer bisher noch keine wohlmeinenden Sätze gewidmet

Sicherheit können sie gerade gut gebrauchen in Bremen, trotz des Erfolgs gegen Wolfsburg ist die Lage ja immer noch ein bisschen undurchsichtig. Während Pizarro und Kapitän Clemens Fritz sich zuletzt als Skripnik-Befürworter einen Namen gemacht haben, hat sich der Kapitäns-Stellvertreter Junuzovic davon ein wenig abgesetzt. Der Österreicher hat dem Cheftrainer bisher noch keine wohlmeinenden Sätze gewidmet.

Das hat womöglich damit zu tun, dass der Mittelfeldspieler kurz nach Verlängerung seines Vertrages bis 2018 in ein Leistungsloch stürzte und sich im Spätherbst auch noch an der Schulter verletzte. Die Krise war aus Skripniks Sicht so dramatisch, dass er Junuzovic sogar einige Male auf der Ersatzbank platzierte. "Ich war das Gesicht des Niedergangs", sagte der Österreicher, der sich nun aber offenbar wieder jener Form nähert, mit der er Werder schon in der vergangenen Saison rettete.

Pizarro ist der beste Bremer Bundesliga-Schütze

Skripnik, Pizarro, Fritz, Junuzovic, auf diesen Überlebenskünstlern ruhen die Bremer Hoffnungen im Saison-Endspurt. Pizarro zieht dabei zusätzliche Motivation aus den Geschichtsbüchern, in denen er sich gerade mit Vorliebe verewigt. Ist er mit 189 Toren längst bester ausländischer Torjäger der Bundesliga-Geschichte und seit Samstag mit 102 Treffern auch bester Bremer Bundesliga-Schütze, so greift er nun den zweiten Platz bei den Pokalschützen an.

Er müsste zwei Tore in München erzielen, um Hannes Löhr (32 Tore) einzuholen. Mit Platz eins wird es allerdings schwierig werden: Platz eins hält natürlich Gerd Müller. Der hat den Ball im Pokal unglaubliche 64 Mal über die Linie gebracht.

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