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DFB-Pokal: Braunschweig - Bayern:Lockere Lustfußballer

Ein defensiver Mittelfeldmann, der schon schwierigere Gegenspieler hatte, ein Außenverteidiger, der hervorragend mit einem Angreifer harmoniert und ein Geburtstagskind, das sich selbst beschenkt. Die Bayern präsentieren sich beim Sieg in Braunschweig in ordentlicher Spiellaune.

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DFB-Pokal - Eintracht Braunschweig - FC Bayern München

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Ein defensiver Mittelfeldmann, der schon schwierigere Gegenspieler hatte, ein Außenverteidiger, der hervorragend mit einem Angreifer harmoniert und ein Geburtstagskind, das sich selbst beschenkt: Die Bayern präsentieren sich bei ihrem Sieg in Braunschweig von ihrer abgeklärten Seite.

Es wurde dann doch eine sehr lockere Angelegenheit: Der FC Bayern besiegte in der ersten Pokalrunde Eintracht Braunschweig mit 3:0 und ersparte sich damit die Schmach eines blamablen Ausscheidens. Gegen den harmlosen Zweitligisten spielten die Münchner sehr konzentriert und konnten sich am Ende von ihren Fans feiern lassen.

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Geradezu malerisch präsentierte sich vor dem Spiel die Braunschweiger Fankurve. Es hatte geregnet, weshalb auf der Tartanbahn des Eintracht-Stadions eine Pfütze stand - die 23.500 Zuschauer freuten sich über ein paar abendliche Sonnenstrahlen.

Luiz Gustavo, Damir Vrancic

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Ebenfalls freuen konnte sich Luiz Gustavo (re.), der bei den Bayern anstelle von Anatoli Timoschtschuk im defensiven Mittelfeld ran durfte. Der Brasilianer, der das Duell um den Platz an der Seite von Bastian Schweinsteiger gegen den Ukrainer zunächst verloren haben dürfte, wirkte entschlossen, seine Chance zu nutzen - schließlich hatte er es zuletzt auch mit größeren Kalibern als Braunschweigs Damir Vrancic zu tun bekommen. Im Testspiel gegen Barcelona hatte Gustavos Gegenspieler zumeist Iniesta geheißen.

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Vorne versuchte sich wie gewohnt Thomas Müller, der es auf der rechten Angriffsseite der Bayern zumeist mit dem bissigen Braunschweiger Ken Reichel (re.) zu tun bekam. In der 10. Minute wurde der WM-Torschützenkönig im Strafraum von seinem Gegenspieler am Fuß getroffen und fiel - es gab Elfmeter für die Münchner.

Eintracht Braunschweig v FC Bayern Muenchen - DFB Cup

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Mario Gomez schnappte sich den Ball und verwandelte ganz locker zum 0:1 - Eintracht-Keeper Marjan Petkovic hatte beim platzierten Schuss des Nationalstürmers keine Chance.

Mario Gomez

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Die Führung der Bayern beruhigte die ausgelassene Stimmung im Stadion ein wenig, nach einer Überraschung sah es bereits zu diesem frühen Zeitpunkt nicht mehr aus. Dafür agierte der Rekordmeister zu cool, zu konzentriert.

Rafinha, Mirko Boland

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Thomas Müllers Partner auf der rechten Außenbahn war der Brasilianer Rafinha, der sonst in dieser Saison meist Arjen Robben vor sich haben dürfte. Doch weil der Holländer verletzt fehlte, konnten Müller und Rafinha schon einmal üben, wie das so ist zusammen auf rechts - und es schien gut zu klappen: Doppelpässe, Flankenläufe und gutes Verständnis zeichneten das Spiel der Bayern aus.

Eintracht Braunschweig v FC Bayern Muenchen - DFB Cup

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So auch in der 38. Minute: Wieder kurvte Müller mit dem Ball in die Mitte, während Rafinha geschickt kreuzte. Der Nationalstürmer (re.) täuschte einen Pass zu seinem Mitspieler an und ging noch ein paar Schritte vorwärts - ehe er von Braunschweigs Mirko Boland von hinten rabiat umgestoßen wurde. Wieder pfiff der Schiedsrichter Elfmeter für die Bayern.

Eintracht Braunschweig v FC Bayern Muenchen - DFB Cup

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Dieses Mal trat Bastian Schweinsteiger an - und traf in die gleiche Ecke wie zuvor Gomez. Das Tor passte zu Schweinsteigers gelungenem Auftritt: Er zählte zu den umsichtigsten Akteuren auf dem Platz, verteilte klug die Bälle im Mittelfeld und leitete viele Angriffe ein. An seinem 27. Geburtstag beschenkte sich der Mittelfeldspieler somit selbst mit einer guten Leistung.

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Weil die Münchner das Spiel ziemlich klar dominierten, bekam der neue Abwehrchef Jerome Boateng kaum Möglichkeiten, zu zeigen, dass er hinten ein Stabilitätsfaktor sein kann. Der frühere Hamburger spielte an der Seite von Holger Badstuber in der Innenverteidigung - ein klarer Hinweis darauf, dass Trainer Jupp Heynckes in dieser Saison in der Zentrale auf Boateng setzt. Obwohl er selten wirklich gefordert war, zeigte der DFB-Verteidiger eine ordentliche Partie.

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Das galt auch für Toni Kroos, der sich erneut im offensiven Mittelfeld wiederfand und für einige technisch ansehnliche Momente sorgte. Doch völlig verausgaben musste auch er sich nicht. Die Braunschweiger ließen das Münchner Mittelfeld zumeist in Ruhe kombinieren - so konnte Kroos demonstrieren, dass er mit Bravour Bälle annehmen und weiterpassen kann.

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Doch der einzige wirkliche Lustfußballer blieb bei aller Coolness der Anderen an diesem Abend Thomas Müller. In der 83. Minute hatte Schweinsteiger einen unplatzierten Linksschuss abgefeuert, der von einem Braunschweiger Abwehrbein abprallte und im hohen Bogen in den Strafraum plumpste - dort hielt sich Müller geschickt seine Gegenspieler vom Leib und spitzelte den Ball aus schwieriger Position ins Tor. Das 3:0 war die Entscheidung - für die Bayern ging ein lockerer Pokalabend zufriedenstellend zu Ende.

© sueddeutsche.de/jbe/aho

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