DFB-Pokal ARD verzichtet auf Live-Spiel des FC Bayern

Trainer Niko Kovac und Spieler Thomas Müller spielen gegen Heidenheim im Pokal.

(Foto: dpa)

Die Partie gegen Heidenheim ist dem Sender nicht attraktiv genug. 1. FC Köln erhält Freigabe für Anthony Modeste aus China und Sergio Ramos droht eine Sperre wegen einer absichtlichen gelben Karte.

Meldungen im Überblick

DFB-Pokal, TV: Die ARD verzichtet im Viertelfinale des DFB-Pokals auf eine Live-Übertragung des Spiels von Rekordmeister FC Bayern München. Dies geht aus der Ansetzung hervor, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag veröffentlichte. Demnach spielt der FC Bayern am 3. April (18.30 Uhr, Liveticker SZ.de) vor eigenem Publikum gegen Zweitligist 1. FC Heidenheim, der zuletzt Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Die ARD überträgt an dem Mittwoch im Anschluss das Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen (20.45 Uhr). Am Dienstag (2. April) hat sich der Sender für das Bundesliga-Duell FC Augsburg gegen RB Leipzig (20.45 Uhr) entschieden. Zuvor trifft der SC Paderborn in einem Zweitliga-Aufeinandertreffen auf Absteiger Hamburger SV. Pay-TV-Sender Sky hat die Live-Rechte für alle Begegnungen.

2. Liga, Anthony Modeste: Der 1. FC Köln hat nach langem Warten die Spielberechtigung für Anthony Modeste erhalten. Der chinesische Fußballverband erteilte mit der Zustimmung des ehemaligen Clubs des Stürmers, Tianjin Tianhai FC, die Freigabe. Dies teilte der Weltverband FIFA dem Verein am Donnerstag mit. "Diese Entwicklung freut uns sehr", sagt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Modeste, der im vergangenen November zum 1. FC Köln zurückgekehrt war, wird im Kader für das Zweitliga-Auswärtsspiel beim SC Paderborn am Freitag (18.30 Uhr/Sky) stehen und reist mit dem Team nach Ostwestfalen.

FC Augsburg, Caiuby: Der beim FCA lange fehlende Caiuby hat einen neuen Verein gefunden. Der 30 Jahre alte Brasilianer wird vom Bundesligisten bis zum Saisonende an die Grasshopper Zürich ausgeliehen. Der Offensivspieler war beim FCA zuletzt nach wiederholten Eskapaden suspendiert worden. Caiuby steht beim FC Augsburg aber noch bis zum 30. Juni 2020 unter Vertrag. "Wir hatten Caiuby deutlich gemacht, dass er aktuell keine Zukunft in Augsburg hat. Mit Zürich haben wir nun eine Lösung gefunden, die für alle Parteien vorteilhaft ist. Daher haben wir dem Wechsel zugestimmt", äußerte Manager Stefan Reuter am Donnerstag in einer Mitteilung des FCA. Über die finanziellen Modalitäten der Leihe hätten beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

Caiuby ist seit 2014 beim FC Augsburg und kam in dieser Saison in 14 Ligaspielen zum Einsatz. Das Transferfenster der Schweiz schließt erst an diesem Freitag. Bei dem Verein der Super League trifft Caiuby auf Thorsten Fink. Der frühere Trainer des FC Ingolstadt und des Hamburger SV ist seit April in Zürich im Amt. Zuletzt hatte Caiuby nicht nur Ärger mit dem Club durch Undiszipliniertheiten wegen eines verlängerten Winterurlaubs, sondern auch mit der Justiz. Das Amtsgericht Augsburg hatte einen Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung erlassen. Ob Caiuby den Strafbefehl akzeptiert hat, ist unbekannt.

Champions League: Real Madrids Kapitän Sergio Ramos droht nach einer absichtlich provozierten Gelben Karte eine längere Champions-League-Sperre. Der 32-jährige Spanier hatte sich beim wichtigen 2:1-Erfolg der Madrilenen bei Ajax Amsterdam im Achtelfinal-Hinspiel offenbar absichtlich die Verwarnung abgeholt, um im Rückspiel zu pausieren und unbelastet ins Viertelfinale gehen zu können. "Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte sie nicht provoziert", sagte Ramos nach der Partie. "Er könnte deshalb Ärger kriegen und für zwei Spiele gesperrt werden", schrieb am Donnerstag die Madrider Sportzeitung AS.

Er habe, führte Ramos aus, angesichts des Ergebnisses die "komplizierte Entscheidung" getroffen und sich die Gelbe Karte durch ein Foul gegen Kasper Dolberg absichtlich abgeholt. Das bedeute aber nicht, dass er Ajax unterschätze oder glaube, dass das Achtelfinale entschieden sei, sagte Ramos. Wenig später merkte der eigentlich sehr erfahrene Nationalspieler, wie explosiv seine Aussagen gewesen waren. "Ich will klarstellen, dass mir das am meisten weh tut und dass ich die Karte nicht forciert habe", twitterte der 32 Jahre alte Innenverteidiger noch in der Nacht nach seinem 600. Pflichtspiel im Trikot der Königlichen.

Eintracht Frankfurt, Stürmer: Top-Torjäger Luka Jovic hat die Abwerbeversuche europäischer Spitzenvereine bestätigt. "Ich fühle mich natürlich geehrt, dass solch große Klubs Interesse an mir zeigen, aber momentan bin ich froh, hier in Frankfurt zu sein, und fühle mich wohl", sagte der 21 Jahre alte Serbe bei Sportbuzzer: "Ich konzentriere mich momentan nur auf Eintracht Frankfurt, das ist meine oberste Priorität." An Jovic sind angeblich Champions-League-Sieger Real Madrid, der spanische Meister FC Barcelona und der englische Topklub FC Chelsea interessiert. Der Stürmer führt mit 14 Treffern die Bundesliga-Torschützenliste an. Jovic ist noch bis zum Sommer von Benfica Lissabon an die Eintracht ausgeliehen. Allerdings verfügt der DFB-Pokalsieger über eine Kaufoption und hat bereits angekündigt, von dieser auch Gebrauch zu machen.

Bundesliga, FC Bayern: Nationaltorhüter Manuel Neuer könnte im Spiel beim FC Augsburg wieder im Tor des FC Bayern stehen. "Er hat keine Beschwerden gehabt, sodass er für uns wieder eine Option ist. Es sieht sehr gut aus, er ist bereit", sagte Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Spiel am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport Player). Der 32-Jährige hatte zuletzt drei Spiele aufgrund einer Daumenverletzung verpasst. Rechtzeitig vor dem Hinspiel des Achtelfinal-Duells der Champions League beim FC Liverpool am kommenden Dienstag (21.00 Uhr) steht Neuer nun offenbar wieder zur Verfügung.

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