DFB-Pokal:Koné schießt Gladbach in der 120. Minute ins Viertelfinale

DFB-Pokal: Sehr später Jubel: Koné erlöst Gladbach mit seinem Tor in der 120. Minute.

Sehr später Jubel: Koné erlöst Gladbach mit seinem Tor in der 120. Minute.

(Foto: Wolfgang Rattay/Reuters)

Bis zum Ende der Verlängerung ist das Duell zwischen Gladbach und Wolfsburg zäh und torlos, dann gelingt der Borussia der entscheidende Konter zum 1:0. Düsseldorf gewinnt spektakulär in Magdeburg. Das Wichtigste zum DFB-Pokal-Abend.

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 1:0 (0:0) n.V., Tor: 1:0 Koné (120.)

Borussia Mönchengladbach steht nach einem Last-Minute-Tor erstmals seit drei Jahren wieder in einem DFB-Pokal-Viertelfinale und hat dem VfL Wolfsburg einen weiteren Dämpfer verpasst. Das Team von Trainer Gerardo Seoane rang die Wolfsburger 1:0 (0:0) nach Verlängerung nieder. Manu Koné köpfte den dreimaligen Pokalsieger in der 120. Minute in die Runde der letzten acht. In der regulären Spielzeit hatten beide Teams wenig Spektakuläres geboten. Wolfsburg wurde erst zum Ende der ersten 90 Minuten mutiger und Gladbach fand lange kein Mittel gegen die diesmal defensiv konsequenten Gäste. Das Spiel war lange ausgeglichen und entwickelte sich früh zu einem nicht sonderlich ansehnlichen Pokalfight.

Erst als die Gladbacher zum Ende der regulären Spielzeit riskanter den Weg in die Spitze suchten, wurde Wolfsburg plötzlich bei einigen Kontern gefährlich. Die besten Chancen der Gäste vergab Jonas Wind in der Nachspielzeit. Erst rettete Gladbach-Keeper Moritz Nicolas bravourös, kurz darauf schoss Wind etwas fahrlässig am linken Pfosten vorbei. Auch in der Verlängerung wirkte Wolfsburg deutlich frischer und hatte dann die besseren Möglichkeiten, wie bei der Riesenchance von Joakim Maehle (108.). Doch ein Konter reichte der Borussia zum Sieg, als Koné nach Flanke von Florian Neuhaus ins Tor köpfte. "Es war ein sehr kompliziertes Spiel", sagte der Torschütze bei Sky.

1. FC Magdeburg - Fortuna Düsseldorf 1:2 (1:0), Tore: 1:0 Atik (15.), 1:1 Niemiec (87.), 1:2 Niemiec (90.+3)

DFB-Pokal: Später Jubel: Düsseldorfs Jona Niemiec (2.v.r.) hat soeben in der Nachspielzeit das 2:1 erzielt.

Später Jubel: Düsseldorfs Jona Niemiec (2.v.r.) hat soeben in der Nachspielzeit das 2:1 erzielt.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Joker Jona Niemiec hat mit einem späten Doppelpack Fortuna Düsseldorf ins Pokal-Viertelfinale geschossen. Der eingewechselte Stürmer drehte das Spiel der Zweiligisten 1. FC Magdeburg gegen Düsseldorf in nur sechs Minuten. Mit seinem Ausgleichstreffer in der 87. Minute egalisierte er die Führung der Magdeburger durch Baris Atik, ehe er vor 20 090 Zuschauern in der MDCC-Arena in der Nachspielzeit auch noch den Siegtreffer zum 2:1 (0:1) erzielte.

"Ich habe es noch gar nicht realisiert. Ich war zehn Minuten drauf und darf zwei Tore schießen. Ich weiß gar nicht, wie das abgelaufen ist", sagte Niemiec bei Sky. In der vergangenen Saison hatte er beim Aus im Elfmeterschießen gegen Nürnberg noch vom Punkt vergeben, diesmal durfte er sich freuen, "dass ich dem Team helfen konnte". Für Fortuna ist es die erste Viertelfinal-Teilnahme seit der Saison 2019/2020.

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0), Tore: 1:0 Tachie (75.), 2:0 Ache (78.)

DFB-Pokal: Ragnar Ache (r) jubelt nach seinem Tor zum 2:0.

Ragnar Ache (r) jubelt nach seinem Tor zum 2:0.

(Foto: Tom Weller/dpa)

Der 1. FC Kaiserslautern hat Dimitrios Grammozis ein perfektes Debüt beschert und sich ins Viertelfinale des DFB-Pokals gekämpft. Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer setzten sich die Roten Teufel dank eines späten Doppelschlags mit 2:0 (0:0) gegen den Zweiliga-Rivalen 1. FC Nürnberg durch und stoppten nach vier Pflichtspielpleiten den freien Fall. Zwei Tage nach der Verpflichtung von Grammozis schossen Richmond Tachie (75.) und Ragnar Ache (78.) den FCK erstmals seit zehn Jahren unter die letzten acht - und sorgten für Feierstimmung auf dem Betzenberg.

FC Homburg - FC St. Pauli 1:4 (1:1), Tore: 0:1 Wahl (24.), 1:1 Mendler (28.), 1:2 Saad (64.), 1:3 Hartel (69.), 1:4 J. Eggestein (73.)

DFB-Pokal: Mannschaftsfoto vor der Fankurve: Die Spieler des FC St. Pauli feiern den Viertelfinal-Einzug.

Mannschaftsfoto vor der Fankurve: Die Spieler des FC St. Pauli feiern den Viertelfinal-Einzug.

(Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli hat das Pokal-Märchen des aufmüpfigen FC Homburg beendet. Das Team von Trainer Fabian Hürzeler setzte sich trotz eines kuriosen Gegentreffers beim saarländischen Regionalligisten mit 4:1 (1:1) durch und erreichte wie schon vor zwei Jahren das Viertelfinale des DFB-Pokals.

Nach den Siegen in den ersten beiden Runden gegen Darmstadt 98 (3:0) und die SpVgg Greuther Fürth (2:1) verpasste Favoritenschreck Homburg die nächste Sensation - obwohl Kapitän Michael Mendler auch dank eines Platzfehlers traf. Ein kurz ausgeführter Freistoß der Gäste im Strafraum hoppelte über den Fuß von Torhüter Sascha Burchert, sodass Mendler nur einschieben musste. Hauke Wahl, Elias Saad, Marcel Hartel und Johannes Eggestein schossen die weiter ungeschlagenen Hamburger zum Sieg.

Für ihr "Spiel des Lebens" hatten sich die Homburger Fußballer schon Tage vor Anpfiff ins Zeug gelegt. Sie legten Planen aufgrund der frostigen Temperaturen auf dem Rasen aus und schippten Schnee. Im Verlauf der zweiten Halbzeit gingen ihnen dann aber die Kräfte aus.

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