DFB-Berateraffäre:"Instrumentalisierung der Straf-Justiz"

DFB-Berateraffäre: Bernd Neuendorf (links) ist seit März DFB-Präsident, Rainer Koch (rechts) nicht mehr im Präsidium.

Bernd Neuendorf (links) ist seit März DFB-Präsident, Rainer Koch (rechts) nicht mehr im Präsidium.

(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Die DFB-Affäre um einen Beratervertrag bricht mit einer ungeheuerlichen Schlussfolgerung wieder aus: Ein Entscheid der Staatsanwaltschaft ist ein schwerer Schlag für die frühere Führungsgarde. Der neue DFB-Boss Neuendorf fällt mit zögerndem Verhalten auf.

Von Johannes Aumüller und Thomas Kistner

Vor rund anderthalb Jahren steuerte der DFB-interne Machtkampf auf seinen Höhepunkt zu. Auf der einen Seite stand der damalige Präsident Fritz Keller, auf der anderen seine Widersacher um Strippenzieher Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius und Schatzmeister Stephan Osnabrügge. Der Kern des Streits war die dubiose und bis heute ungeklärte Dienstleistung des Kommunikationsberaters Kurt Diekmann für den Verband, die von dem Trio auf den Weg gebracht worden war. Im März 2021 also kulminierte die Auseinandersetzung auf ungewöhnliche Art: Diekmann reichte Anzeige gegen Keller und dessen damaligen Büroleiter Samy Hamama ein - wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Geschäftsgeheimnis.

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