Nagelsmanns EM-Kader:Hart, aber konsequent

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Jahrelang waren Leon Goretzka (links) und Mats Hummels zentrale Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Nun verzichtet Julian Nagelsmann auf beide. (Foto: Maik Hölter/TEAM2sportphoto/imago)

Speziell die Nicht-Nominierung von Mats Hummels ist mit dem Leistungsprinzip kaum zu begründen - aber trotzdem ist es der richtige Schritt von Julian Nagelsmann. Denn der Bundestrainer hat aus der jüngeren Historie gelernt.

Kommentar von Martin Schneider

Mats Hummels hat jedes Recht der Welt, diese Entscheidung himmelschreiend ungerecht, gemein und unfair zu finden oder auch noch mit schlimmeren Adjektiven zu versehen. Hummels hat nichts falsch gemacht, im Gegenteil. Er hat nach seiner Nicht-Nominierung im März reagiert wie aus dem Lehrbuch für ignorierte Profis. Er hat Leistung gezeigt, und zwar nicht nur ordinäre Pflicht, nein, er war beim BVB mehrfach der beste Mann auf dem Platz, er hat Kylian Mbappé, den derzeit mutmaßlich besten Fußballer der Welt, abgegrätscht und entnervt, er hat das Tor zum Champions-League-Finale gemacht und aufgestoßen. Was, hat er vielleicht beim Telefonat mit Julian Nagelsmann in den Hörer gerufen, was beim großen Fußballgott hätte ich noch machen sollen? Salti schlagen? Einen Hattrick schießen? Eine Super League gründen und dort überzeugen?

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