Deutscher Fußball-BundBlask soll neuer Generalsekretär werden – Ullrich fungiert als Vize-Präsidentin

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Vor seinem Engagement beim DFB war Holger Blask 14 Jahre lang für die Deutsche Fußball Liga tätig.
Vor seinem Engagement beim DFB war Holger Blask 14 Jahre lang für die Deutsche Fußball Liga tätig. (Foto: Christian Charisius/dpa)

Holger Blask könnte eine tragende Rolle beim DFB bekommen und auf Heike Ullrich folgen, die künftig als Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball fungieren soll. Außerdem gibt der Verband die Gründung der „Frauen-Bundesliga Gesellschaft“ bekannt.

Holger Blask soll neuer Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes werden und damit Nachfolger von Heike Ullrich, die künftig als Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball fungieren soll. Ullrich wurde vom DFB-Präsidium für ihr neues Amt vorgeschlagen. Wie der Verband weiter mitteilte, wird die bisherige Amtsinhaberin Sabine Mammitzsch beim DFB-Bundestag im November nicht mehr antreten.

Für den Fall seiner Wiederwahl plane DFB-Präsident Bernd Neuendorf, dem neu gewählten Präsidium dann Blask, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der GmbH & Co.KG, als neuen Generalsekretär in Personalunion vorzuschlagen, hieß es in der DFB-Mitteilung. Blask ist seit August 2020 Geschäftsführer für Marketing, Vertrieb, Event & Operations beim DFB und agiert seit dem 1. Januar 2022 zudem als Sprecher der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG. Der 50-Jährige war vor seinem Engagement beim DFB 14 Jahre lang für die Deutsche Fußball Liga (DFL) unter anderem als Mitglied der Geschäftsleitung tätig.

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Heike Ullrich hatte das Amt im Mai 2021 interimsmäßig nach dem Rückzug von Friedrich Curtius übernommen und wurde am 1. April 2022 offiziell erste Generalsekretärin in der Geschichte des Verbandes. „Ich habe in den vergangenen Jahren als Generalsekretärin dazu beitragen dürfen, den DFB nach einer schwierigen Phase zu konsolidieren“, sagte die 55-Jährige. „Dies habe ich gerne getan, möchte aber nun zu einem für mich zentralen Thema in neuer Verantwortung zurückkehren. Für mich war und ist der Frauen- und Mädchenfußball eine Herzensangelegenheit.“

Der Ligaverband muss noch von den Klubs gegründet werden. Die finale Beschlussfassung obliegt dem DFB-Bundestag

In dem Metier verfügt Ullrich, die seit 1996 beim DFB ist, über viel Erfahrung. Unter anderem arbeitete sie als Team-Managerin des Frauen-Nationalteams, war Mitglied im Organisationskomitee der EM 2001 und WM 2011 in Deutschland. Von 2005 bis 2016 gehörte sie auch der U20-Frauenkommission des Weltverbandes Fifa an. Beim DFB übernahm Ullrich 2016 die Direktion Frauen- und Mädchenfußball, 2018 die Direktion Verbände, Vereine und Ligen.

Der DFB bewirbt sich aktuell um die Frauen-EM 2029 und hat außerdem die Weichen für die angestrebte Professionalisierung der Frauen-Bundesliga gestellt. Dabei lehnt sich der DFB an die Ligaverbandsstruktur der Männer an. Die am Donnerstag vom Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG beschlossenen „Eckpunkte des Wachstumsplans“ sehen ein Joint Venture zwischen dem DFB und einem Ligaverband vor. Die gemeinsame Organisation („Frauen-Bundesliga Gesellschaft“) soll der besseren Vermarktung und Professionalisierung der Liga dienen. Der Ligaverband muss allerdings noch von den Klubs gegründet werden. Die finale Beschlussfassung obliegt dem Bundestag am 7. November, gilt aber als Formsache. In der Frauen-Bundesliga spielen in der anstehenden Saison erstmals 14 statt wie zuletzt zwölf Vereine.

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