DFB Gnabry fehlt zunächst in der Nationalelf

Der Münchner kuriert eine Erkältung aus. Ronaldo droht Ärger wegen "Cojones"-Jubel. Und Hummels, Boateng und Müller sollen einen angemessenen Abschied beim DFB bekommen.

Meldungen in der Übersicht

DFB, Serge Gnabry: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die Vorbereitung auf die ersten beiden Länderspiele des Jahres zunächst ohne Joachim Löw aufgenommen. Der Bundestrainer fehlte beim Treffpunkt am Montagmittag in Wolfsburg aufgrund einer kurzfristigen Zahn-OP am Sonntag. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Voraussichtlich reist Löw am Montagabend in die Autostadt, wo am Mittwoch das Spiel gegen Serbien ansteht. Das erste Training am Nachmittag wird Assistenztrainer Marcus Sorg leiten. Serge Gnabry reiste zunächst aufgrund einer Erkältung nicht an. Der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München stand schon beim 6:0-Erfolg des Bundesliga-Spitzenreiters am Sonntagabend gegen den FSV Mainz 05 nicht im Kader. Der 23-Jährige soll am Dienstag zur Mannschaft stoßen. Nach dem Spiel gegen Serbien steht am Sonntag in Amsterdam gegen Erzrivale Niederlande (beide 20.45 Uhr/RTL) der Start in die EM-Qualifikation an.

Ronaldo, Strafe: Die UEFA hat gegen Cristiano Ronaldo (34) von Juventus Turin wegen seines obszönen Jubels im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atletico Madrid ein Verfahren eingeleitet. Der fünfmalige Weltfußballer hatte sich nach seinem Tor zum 3:0-Endstand, mit dem er Juve in die nächste Runde brachte, beidhändig in den Schritt gefasst. Die UEFA kündigte für Donnerstag (21. März) eine Entscheidung an. Ronaldos Aktion war eine Retourkutsche an die Adresse von Atletico-Trainer Diego Simeone, der die "Cojones"-Geste beim 2:0-Erfolg der Madrilenen im Hinspiel vollführt hatte. Simeone entschuldigte sich anschließend und wurde von der UEFA mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro belegt. Juventus-Trainer Massimiliano Allegri geht davon aus, dass sein Torjäger ebenfalls ohne Sperre davonkommt und damit dem italienischen Rekordmeister in den Viertelfinalspielen gegen Ajax Amsterdam am 10. und 16. April zur Verfügung stehen wird. "Ich denke, jeder hat auf dem Feld und auf den Rängen auf seine Weise gefeiert. Ich habe nichts Seltsames gesehen, nur Jubel. Dafür wird es keine Sperre geben", hatte Allegri gesagt. Der fünfmalige Champions-League-Gewinner Ronaldo ist mit 124 Treffern der Rekordtorschütze der Königsklasse.

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Nationalelf, Abschiede: DFB-Präsident Reinhard Grindel hat den in der Nationalmannschaft ausgebooteten Ex-Weltmeistern Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng einen "angemessenen" Abschied in Aussicht gestellt. "Ich würde vorschlagen, dass sich alles setzt. Wenn sich dann die Situation ergibt, dass die Spieler von uns verabschiedet werden möchten, dann werden wir das in einer angemessenen Form tun", sagte Grindel in der TV-Sendung Blickpunkt Sport des Bayerischen Rundfunks. Joachim Löw hatte den drei Spielern des deutschen Rekordmeisters Bayern München vor zwei Wochen in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er für die am Sonntag in Amsterdam beginnende EM-Qualifikation und die EM 2020 ohne sie plant. Müller (29), Hummels (30) und Boateng (30) haben in der Nationalmannschaft eine Ära geprägt und hatten maßgeblichen Anteil am Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien.

Chemnitz, Neonazi-Affäre: Daniel Frahn darf nach seinem umstrittenen T-Shirt-Jubel wieder für den Chemnitzer FC spielen. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes sperrte den 31 Jahre alten Top-Torjäger der Regionalliga Nordost zwar für insgesamt vier Spiele. Nachdem Frahn durch eine vorläufige Sperre per einstweiliger Verfügung des NOFV aber bereits zwei Spiele verpasste und die weiteren beiden zur Bewährung für ein Jahr ausgesetzt wurden, kann er im ersten Heimspiel nach der Trauer für einen toten Rechtsextremen am kommenden Samstag gegen Budissa Bautzen wieder spielen.

Wie der CFC am Montag weiter mitteilte, wurde Frahn vom Verband zudem mit einer Geldstrafe von 3000 Euro belegt. Der ehemalige Profi von RB Leipzig hatte beim 4:4 im Heimspiel am 9. März gegen die VSG Altglienicke nach einem Tor ein T-Shirt mit der Aufschrift "Support your local Hools" (Unterstütze deine lokalen Hools) hochgehalten. "Der Fußball darf keine Bühne für Hooligans, Nazis und Rassisten sein", sagte Stephan Oberholz als Vorsitzender des NOFV-Sportgerichts in einer Mitteilung der Chemnitzer. "Wer solche sportfremden Inszenierungen unterstützt, auch aus Gedankenlosigkeit oder Naivität, verstößt gegen Grundwerte des Sports und schadet dem Ansehen des Fußballs."

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