DFB-FrauenVier Ausrufezeichen in die Schweiz

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Zwei Treffer steuerte Lea Schüller zum 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande bei.
Zwei Treffer steuerte Lea Schüller zum 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande bei. Thomas Haesler/Kirchner-Media/Imago
  • Die deutschen Fußballerinnen qualifizieren sich mit einem 4:0-Sieg gegen die Niederlande vorzeitig für das Final Four der Nations League.
  • Im letzten Heimspiel vor der EM in der Schweiz überzeugt das Team mit einer dominanten Leistung und vier Toren von Dallmann, Schüller (2) und Linder.
  • Trotz vorheriger Kritik am Kommunikationsstil des Bundestrainers Wück sammelt die Mannschaft Selbstvertrauen für die anstehenden EM-Gruppenspiele gegen Polen, Dänemark und Schweden.
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Die deutschen Fußballerinnen beenden alle Diskussionen mit einem 4:0 gegen die Niederlande, lösen das Final-Four-Ticket in der Nations League und zeigen sich vor der EM in Turnierform.

Den Stresstest eindrucksvoll gemeistert, die EM-Euphorie kräftig geschürt: Die deutschen Fußballerinnen haben nach turbulenten Tagen mit einer turnierreifen Vorstellung vorzeitig das Final-Four-Ticket in der Nations League gelöst. Bei der vorletzten Standortbestimmung vor der Europameisterschaft schlug die überzeugend aufspielende Auswahl von Bundestrainer Christian Wück die Niederlande 4:0 (3:0) und sicherte sich den Gruppensieg.„Heute hat es unfassbar Spaß gemacht, das hat man auch gesehen“, sagte Doppel-Torschützin Lea Schüller im ZDF: „Wir haben von Anfang an dominiert. Ich glaube, der Schritt nach vorn war schon ziemlich groß. Natürlich gibt das Selbstvertrauen.“

Linda Dallmann (9.), Schüller (25./48.) und Sarai Linder (45.) erzielten die Treffer vor 32.398 Fans in Bremen – und setzten damit im letzten Heimspiel vor der EM (2. bis 27. Juli) ein dickes Ausrufezeichen und nach den jüngsten Misstönen für etwas Ruhe. Wück kann nun bei der Generalprobe am Dienstag (20.30 Uhr/ARD) in Wien gegen Österreich experimentieren. Es ist der letzte Teil des Personal-Castings vor der Bekanntgabe des Kaders (am 12. Juni) für die Titeljagd im Juli in der Schweiz.

Die DFB-Elf sammelt viel Selbstvertrauen für die EM-Gruppenspiele gegen Polen, Dänemark und Schweden

Die jüngste Nominierung hatte im Vorfeld der Partie noch reichlich atmosphärische Störungen offenbart. Wück betonte nach einem Krisengipfel mit den Spielerinnen jedoch, dass die aufsehenerregende Kritik an seinem Kommunikationsstil „intern schon längst erledigt“ sei. Er sehe die Partie gegen die Niederlande „als Endspiel an“, sagte der 51-Jährige stattdessen – und setzte mit seiner Startelf schon ein Zeichen Richtung EM. In der Innenverteidigung baute er auf Rückkehrerin Rebecca Knaak neben Stammkraft Janina Minge, Linder lief links hinten auf. Dazu wirbelte Dallmann anstelle von Laura Freigang im Zentrum – und war gleich mittendrin.

Die Münchnerin belohnte das DFB-Team für einen stürmischen Beginn, sie traf überlegt ins Eck. Wück beobachtete zufrieden, wie seine Elf offensiv Druck aufbaute und hellwach verteidigte. Anders als häufig zuvor verschlief das Team um Kapitänin Giulia Gwinn die erste Halbzeit keineswegs. Während die Niederländerinnen ohne die Bundesliga-Torschützenkönigin Lineth Beerensteyn harmlos blieben, hielten die DFB-Frauen den Druck hoch. Schüller war zweimal nah dran (11./22.), ehe sie eine präzise Hereingabe von Jule Brand nur noch einschieben musste. Es war im 50. Tor im DFB-Dress. Linder krönte nach einem blitzsauberen Konter mit ihrem ersten Länderspieltreffer den starken Auftritt vor der Pause.

Durch das Weserstadion schwappte bereits die Welle, und als Schüller kurz nach Wiederanpfiff per Kopf zur Stelle war, stieg die Stimmung weiter. Wücks Team ließ im Duell der Ex-Europameister kaum etwas anbrennen, Klara Bühl kam zu weiteren guten Chancen (57./65.). In der Schlussphase debütierte die künftige Leverkusenerin Carlotta Wamser.

Durch den Auftritt tankte das deutsche Team jedenfalls Selbstvertrauen für die EM-Gruppenspiele gegen Polen (4. Juli in St. Gallen), Dänemark (8. Juli in Basel) und Schweden (12. Juli in Zürich). Im Herbst geht es dann um den Titel in der Nations League.

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