Nations LeagueDFB-Frauen starten mit Remis ins EM-Jahr

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Dass der Abend aus deutscher Sicht nicht erfreulicher lief, lag auch an ihr: Lineth Beerensteyn (re.) erzielte für die Niederlande beide Tore gegen das deutsche Nationalteam.
Dass der Abend aus deutscher Sicht nicht erfreulicher lief, lag auch an ihr: Lineth Beerensteyn (re.) erzielte für die Niederlande beide Tore gegen das deutsche Nationalteam. Alex Bierens de Haan/Getty Images

Gegen die Niederlande kommt das deutsche Fußball-Nationalteam in der Nations League nicht über ein 2:2 hinaus. Die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück tritt in der Defensive zu anfällig und in der Offensive zu ideenlos auf.

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Die deutschen Fußballerinnen haben nach einem wechselhaften Auftritt einen optimalen Start ins EM-Jahr verpasst. Im Prestigeduell in den Niederlanden erkämpfte sich das defensiv anfällige Team von Bundestrainer Christian Wück im Auftaktspiel der Nations League zwar ein 2:2 (1:1), offenbarte bei der wichtigen Standortbestimmung in Breda auf dem Weg zur Europameisterschaft im Sommer aber noch einige Schwächen. „Wir sind nicht gut reingestartet“, sagte Laura Freigang, dann aber habe sich das Team gesteigert. „Es ist nach der 2:1-Führung doch bitter - aber wir nehmen das mit.“ Kapitänin Giulia Gwinn sagte: „Das Spiel hatte Höhen und Tiefen.“

Torjägerin Lea Schüller (45.+1) und Sjoeke Nüsken (50.) drehten das Spiel zunächst zugunsten der im zweiten Durchgang verbesserten DFB-Auswahl, nachdem Lineth Beerensteyn (13.) die Führung der Niederländerinnen erzielt hatte. Die Angreiferin vom VfL Wolfsburg sorgte auch für den Endstand (66.). Nach dem ersten Remis unter Wück sind die DFB-Frauen in Vorbereitung auf das Turnier in der Schweiz (2. bis 27. Juli) am Dienstag (18.15 Uhr, ZDF) in Nürnberg gegen Österreich erneut gefordert.

Im Tor vertraute Wück, der den Kampf um die Nummer eins für die EM noch offenlässt, auf die Olympia-Heldin Ann-Katrin Berger. Mit dem „Faktor Erfahrung“, erklärte der Bundestrainer in der ARD, solle die 34-Jährige als „Leuchtturm“ für die Abwehr agieren. Dort debütierte Rebecca Knaak aufgrund der jüngsten Ausfälle von Kathrin Hendrich und Sara Doorsoun. Die Defensivspezialistin von Manchester City erwischte allerdings einen bitteren Start: In einer wilden Anfangsphase entwischte ihr die schnelle Beerensteyn, Berger hatte beim Abschluss keine Chance. Wück sprang nach dem Rückstand immer wieder auf, mit dem behäbigen Beginn seiner Elf war er nicht zufrieden.

Bevor Lineth Beerensteyn per Kopf ausgleicht, lassen sich Klara Bühl und Sarai Linder ausspielen

Der Nachfolger von Horst Hrubesch hatte die Zeit der Experimente im Vorfeld der Partie für beendet erklärt. „Natürlich haben wir ein gewisses Gerüst im Kopf“, betonte der 51-Jährige. In Breda lief es zunächst aber noch nicht wie gewünscht. Giulia Gwinn, die das DFB-Team erstmals als offizielle Kapitänin anführte, versammelte ihre Mitspielerinnen Mitte des ersten Durchgangs zu einer Lagebesprechung. Diese zeigte begrenzt Wirkung - obwohl die Niederländerinnen passiver wurden.

Laura Freigang kam zwar zur ersten deutschen Chance (30.), schloss aber zu überhastet ab. Weitere Bemühungen der Offensive verpufften - bis Klara Bühl kurz vor der Pause mit einer hervorragenden Flanke ihre Bayern-Kollegin Schüller fand, die wuchtig per Kopf traf. Das deutsche Team, das beim jüngsten Gastspiel in den Niederlanden im Vorjahr das Olympia-Ticket gelöst hatte (2:0), kam deutlich schwungvoller aus der Kabine. Die Belohnung folgte prompt: Jule Brand setzte mit einem starken Solo Nüsken in Szene, Schüller verpasste wenige später per Kopf den dritten Treffer (51.).

Der Olympiadritte, der es bei der EM mit Polen, Dänemark und Schweden zu tun bekommt, agierte nach der Pause dominanter. Defensiv leistete sich die DFB-Auswahl aber weiter einige Fehler: Bühl und Sarai Linder ließen sich auf dem linken Flügel ausspielen, ehe Beerensteyn per Kopf ausglich. Knaak (77.) köpfte nach einer Ecke knapp vorbei, in der Schlussphase hatte das DFB-Team dann Glück.

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