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DFB-Elf:Waldschmidt zieht sich Gesichtsfraktur zu

Germany v Belarus - UEFA Euro 2020 Qualifier

Luca Waldschmidt zog sich gegen Weißrussland gleich mehrere Verletzungen zu.

(Foto: Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Der DFB-Stürmer erleidet gegen Weißrussland noch weitere Verletzungen. Max Verstappen sichert sich die Pole-Position in São Paulo. Sarah Köhler schwimmt Kurzbahn-Weltrekord über 1500 Meter.

Fußball, deutsche Nationalmannschaft: Luca Waldschmidt hat sich im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Weißrussland (4:0) gleich mehrere zum Teil schwere Verletzungen zugezogen. Der Stürmer des SC Freiburg war wenige Minuten nach seiner Einwechslung in der Schlussphase mit Gäste-Torhüter Alexander Gutor zusammengeprallt und musste in eine Klinik gebracht werden.

Am Sonntag informierte der Deutsche Fußball-Bund über die erste Diagnose: Mittelgesichtsfraktur mit begleitender Gehirnerschütterung sowie eine Verletzung am rechten Knie und Sprunggelenk. Waldschmidt wird lange pausieren müssen. In Freiburg sollen nun weitere Untersuchungen folgen, teilte der DFB mit. Für den 23 Jahren alten Waldschmidt war es der dritte Einsatz im DFB-Team. Er hatte sich in kurzer Zeit die große Chance erkämpft, von Bundestrainer Joachim Löw für die EM 2020 in den Kader berufen zu werden. Jetzt wird Waldschmidt erst einmal von den Verletzungen für längere Zeit gestoppt und muss sich dann wieder an das Topniveau herankämpfen.

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Formel 1, São Paulo: Red-Bull-Star Max Verstappen geht von der Pole Position in das vorletzte Formel-1-Rennen der Saison. Der Niederländer setzte sich im Qualifying zum Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 18.10 Uhr/RTL und Sky) vor Sebastian Vettel (Heppenheim) durch, der damit von Rang zwei in sein 100. Rennen für Ferrari startet. Dritter wurde Weltmeister Lewis Hamilton (England) im Mercedes. Für Verstappen ist es die zweite Pole Position der Saison und die zweite seiner Karriere. Charles Leclerc (Monaco) im zweiten Ferrari wurde Vierter, wegen des Einbaus des vierten Verbrennungsmotors in seinem Boliden wird er aber um zehn Plätze strafversetzt.

Schwimmen, Kurzbahn: Freistilschwimmerin Sarah Köhler hat bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften einen Weltrekord über 1500 Meter aufgestellt. Die 25-Jährige schlug am Samstag in Berlin nach 15:18,01 Minuten an und war damit 1,7 Sekunden schneller als die Spanierin Mireia Belmonte bei ihrer alten Bestmarke im Jahr 2014. Köhler stellte gut acht Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio damit erneut ihre Ausnahmeform unter Beweis. Bei den Weltmeisterschaften auf der Langbahn hatte sie in diesem Sommer über 1500 Meter Silber gewonnen und den Titel mit der 4 x 1,25 Kilometer-Staffel im Freiwasser gefeiert.

Am Samstag war sie mehr als 30 Sekunden schneller als die zweitplatzierte Leonie Beck (15:49,69). Dritte wurde Celine Rieder (15:55,51). Kurz vor der Bestmarke seiner Freundin hatte Doppelweltmeister Florian Wellbrock einen nationalen Rekord aufgestellt. Der 22 Jahre alte Freistilschwimmer war im 800-Meter-Rennen in 7:32,04 Minuten der Schnellste und übertrumpfte die alte Bestmarke 1,4 von Florian Vogel aus dem Jahr 2015 um 1,4 Sekunden. Für Wellbrock, der die Titelkämpfe in der Hauptstadt auch als Formcheck nach einem vierwöchigen Höhentrainingslager, an dem auch Köhler teilnahm, sieht, war es der zweite Sieg nach dem Erfolg auf seiner Paradestrecke über 1500 Meter am Donnerstag. Am Samstag war er fast vier Sekunden schneller als der zweitplatzierte Sven Schwarz. Rang drei belegte Henning Mühlleitner.

Berglauf-WM, Laura Dahlmeier: Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat ihr Debüt bei der Berglauf-Weltmeisterschaft auf dem 27. Platz beendet. Acht Monate nach ihrem letzten Weltcup-Rennen in der Loipe bewältigte die 26 Jahre alte Bayerin die 42-Kilometer-Distanz mit einer Höhenmeter-Differenz von 2100 Metern am Samstag in 4:20:27 Stunden. Den Titel holte sich die Rumänin Cristina Simion in 3:49:57 Stunden vor den Französinnen Adeline Roche und Blandine L'Hirondel. Sie sei mehr oder weniger "durch Zufall dazugekommen", hatte Dahlmeier vor dem Wettkampf über ihr neues sportliches Abenteuer gesagt. "Ich habe erst mal googeln müssen, was das ist und mir dann gesagt: Warum eigentlich nicht? Deutschland international vertreten zu dürfen, ist immer etwas sehr Besonderes." Die Ex-Biathletin aus Garmisch-Partenkirchen war die prominenteste Athletin im deutschen Berglauf-Team, das sich bei den Wettkämpfen im argentinischen Villa la Agostura über einen zwölften Platz des Siegburgers Moritz Auf der Heide freuen durfte. Vor zwei Jahren hatte der deutsche Vorjahres-Meister bei der WM in Italien noch Rang 72 belegt. Weltmeister wurde der US-Amerikaner Jim Wamsley.Dahlmeier empfand es schon vor ihrem Start als "Auszeichnung für eine Wintersportlerin für eine Sommersport-WM nominiert" worden zu sein. Anders als zu Biathlon-Zeiten hatte sie vor dem anstrengenden Rennen durch die Bergwelt Patagoniens keinen Druck verspürt.

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