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DFB-Elf:Löw verzichtet auf vier Bayern-Spieler

Germany v Russia - International Friendly

Joshua Kimmich darf Anfang Septembern noch ein bisschen Urlaub machen.

(Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)

Der Bundestrainer gibt den Champions-League-Finalisten und den Leipziger Nationalspielern Sonderurlaub. Der FC Bayern bestreitet nun doch die Auftaktpartie der Bundesliga.

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DFB, Länderspiele: Bundestrainer Joachim Löw verzichtet für den Länderspielauftakt auf vier Bayern-Profis um Kapitän Manuel Neuer und die Leipzig-Profis Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann. Die Münchner Niklas Süle und Leroy Sané sollen hingegen nach ihren Kreuzbandrissen erstmals wieder zum Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in den Partien der Nations League am 3. September in Stuttgart gegen Spanien und drei Tage später in Basel gegen die Schweiz gehören. "Die durch die Fortsetzung der zurückliegenden Bundesligasaison und die Teilnahme am Finalturnier in Lissabon hoch belasteten Nationalspieler werden wir für die September-Länderspiele nicht nominieren. Ihnen wollen wir die nötige Regenerationszeit geben. Konkret gilt dies für Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Leon Goretzka vom FC Bayern sowie Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann von RB Leipzig", sagte Löw am Freitag in einem Interview auf der DFB-Homepage. Thilo Kehrer und Julian Draxler von Paris Saint-Germain, die am Sonntag gegen den FC Bayern um den Champions-League-Sieg spielen, sollen hingegen zum Kader gehören. "Alle hatten Phasen, in denen sie nicht regelmäßig gespielt haben. Sie müssen wieder in einen Trainings- und Wettkampfrhythmus kommen", sagte Löw über das Duo und auch über Süle und Sané.

Bundesliga: Der FC Bayern bestreitet nun doch das Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2020/21. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag mitteilte, wollen die Münchner trotz des Einzugs ins Champions-League-Finale als Titelverteidiger traditionell den Auftakt der Spielzeit bestreiten. Dafür würde die Mannschaft von Trainer Hansi Flick auf zusätzliche Vorbereitungszeit vor dem ersten Spieltag verzichten. Die Münchner empfangen demnach zur Eröffnung der 58. Bundesliga-Saison am 18. September (20.30 Uhr) den FC Schalke 04 und nicht erst zum Abschluss des ersten Spieltages am 21. September. Der Deutsche Meister eröffnet seit 2002 die neue Bundesligasaison.

FC Barcelona: Der spanische Fußball-Erstligist FC Barcelona hat den ehemaligen Bundesliga-Trainer Alfred Schreuder als Assistenten für den neuen Chefcoach Ronald Koeman verpflichtet. Der 47 Jahre alte Niederländer Schreuder, der zuletzt beim Bundesligisten TSG Hoffenheim unter Vertrag stand, komplettiert zusammen mit dem ehemaligen Barca-Stürmer Henrik Larsson das neue Trainerteam des Vereins. Beide unterschrieben Verträge bis 2022.

Schreuder wurde Anfang Juni überraschend vier Spieltage vor Ende der Bundesliga-Saison in Hoffenheim entlassen. Grund seien "Differenzen über die Ausrichtung des Klubs sowie den weiteren gemeinsamen Weg" gewesen. Am Montag hatte sich der spanische Renommierklub, der im Viertelfinale der Champions League am vergangenen Freitag in Lissabon 2:8 gegen Bayern München verloren hatte, von Coach Quique Setien getrennt. Am Mittwoch erfolgte die Verpflichtung von Schreuder-Landsmann Koeman.

FC Bayern, Champions League: Bayern München und RB Leipzig haben durch ihre starken Auftritte in der Champions League einen Geldregen zu erwarten. Der Rekordmeister, der am Sonntag (21 Uhr/Sky, DAZN und ZDF) im Finale gegen Paris St. Germain um den Titel spielt, knackt sogar deutlich die 100-Millionen-Marke.

Die Münchner sicherten sich bislang 78,45 Millionen Euro aus festen Prämien sowie 33,24 Millionen aus Geldern, die über die Koeffizientenrangliste vergeben werden. Hinzu kommt noch ein Anteil an den Fernsehgeldern aus dem Marktpool sowie weitere vier Millionen für einen möglichen Sieg im Finale.

Leipzig hat sich mit seinem Einzug ins Halbfinale insgesamt 57,15 Millionen an Prämien erspielt. Erlöse aus Koeffizientenrangliste und Marktpool sind dort noch nicht inbegriffen. Da die Königsklassen-Saison aufgrund der Coronakrise mit einem Finalturnier in Lissabon abgeschlossen wird und dadurch im Viertel-und Halbfinale das Rückspiel als Einnahmequelle für die Europäische Fußball-Union (Uefa) wegfiel, können sich die Einnahmen der Klubs jedoch noch verändern. Über mögliche Anpassungen will die Uefa nach dem Finalturnier in Lissabon beraten.

In der Koeffizientenrangliste, die basierend auf Leistungen über zehn Jahre hinweg ermittelt wird, sind die Bayern Dritter und Leipzig, das erst zum zweiten Mal an der Champions League teilgenommen hatte, auf Platz 76.

Formel 1: Der traditionsreiche Formel-1-Rennstall Williams hofft unter einem neuen Besitzer auf die Rückkehr in erfolgreichere Zeiten. Das Team aus dem englischen Grove bestätigte am Freitag die Übernahme durch das US-amerikanische Investment-Unternehmen Dorilton Capital und brachte damit einen Verkaufsprozess zum Abschluss, der im Mai begonnen hatte.

"Dorilton Capital ist bekannt für einen langfristig angelegten Ansatz, der Fokus wird auf der Rückkehr des Teams zur Wettbewerbsfähigkeit liegen", hieß es in der Mitteilung: "Das ist der Beginn einer spannenden Ära in der Williams-Geschichte, das Team ist nun in einer guten Position, um von den anstehenden Regeländerungen der Formel 1 zu profitieren." Ab der kommenden Saison führt die Königsklasse eine Kostenobergrenze ein, die nach Jahren der Dominanz durch Mercedes, Ferrari und Red Bull wieder für einen ausgeglichenen Wettbewerb sorgen soll. Williams war in den vergangenen Jahren in erhebliche finanzielle Schieflage geraten und ans Ende des Starterfeldes abgerutscht. Das Team soll weiterhin unter seinem etablierten Namen starten und seinen Hauptsitz in Grove behalten.

Frank Williams und Patrick Head hatten den Rennstall 1977 gegründet, seither war es stets unter der Kontrolle der Williams-Familie. Der seit einem Verkehrsunfall 1986 an den Rollstuhl gefesselte Frank Williams hielt als Teamchef bis zuletzt 51 Prozent der Anteile, seine Stellvertreterin ist seit 2013 seine Tochter Claire Williams. Letzter von bisher sieben Williams-Weltmeistern seit 1980 war 1997 der Kanadier Jacques Villeneuve.

© SZ.de/dpa/sid/schm
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