Deutschland in der EinzelkritikDie Sternenfänger

Sie haben Deutschland den vierten Titel geholt - sie sind die Mannschaft schlechthin. Die Weltmeister in der Einzelkritik: Manuel Neuer, bester Torhüter der WM, verursacht eine Kung-Fu-Kollision. Bastian Schweinsteiger lässt sich selbst von einer blutenden Wunde nicht aufhalten. Und Mario Götze braucht nur eine Aktion, um alles zu ändern.

Deutschland in der Einzelkritik – Manuel Neuer

Sie haben Deutschland den vierten WM-Titel geholt - die Weltmeister in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Erinnert sich noch jemand ans Trainingslager in Südtirol? Ans große Raunen um Manuel Neuers Schulter? Es schien nur zwei Möglichkeiten zu geben: Entweder Neuer könnte die WM vergessen - oder er würde hinfahren, aber sich vor jedem Schuss dreimal überlegen, ob er sich hinschmeißt. Angesichts dieser Prognose war es dann ein recht ordentliches Turnier. Entwickelte sich vom normalen Weltklassetorwart zur Angstfigur aller Stürmer; man wird nie beweisen können, dass Higuaín frei vor Neuer nur ein Schüsschen zustande brachte, weil ihm das Schussbein schlotterte - aber möglich wär's. Selbst Lionel Messi schien es bei seiner Riesenchance (50.) besonders gut machen zu wollen - was ihn das Ziel verfehlen ließ. Higuaín bekam bei einer Kung-Fu-Kollision mit Neuer zu spüren, dass der deutsche Torwart tatsächlich wieder völlig bruchfest ist. Wurde selbstverständlich als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet.

Bild: Pedro Ugarte/Afp 13. Juli 2014, 23:582014-07-13 23:58:50 © SZ vom 14.07.2014/fued