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DFB-Co-Trainer Thomas Schneider:Immer ruhig und akribisch

Schneider betreute ein Jahr lang die Männer in Dingolfing, im März 2011 schloss er den Trainerlehrgang als Zweitbester ab, mit der Note 1,3. Anschließend trainierte er die U17 des VfB Stuttgart, im ersten Jahr erreichte er das Endspiel um die deutsche Meisterschaft, im zweiten gewann er es. Wenige Wochen später, Ende August 2013, wurde er Profitrainer beim VfB, als Nachfolger des beurlaubten Bruno Labbadia.

Er blieb ruhig, er blieb akribisch. Aber er blieb nicht lange erfolgreich. In der Liga verlor der VfB unter Schneider die ersten beiden Monate nicht, er gewann dreimal, spielte viermal remis. Von den nächsten 14 Spielen gewann das Team nur zwei, in seinen letzten neun Partien holte Schneider nur einen Punkt, zu Hause gegen Braunschweig (2:2). Am nächsten Morgen saß er auf dem Beifahrersitz.

Schneider war mit dem Team in eine rasante Abwärtsspirale geraten, mit zahlreichen Gegentoren in den letzten zehn Spielminuten. Schneider stand stets still am Spielfeldrand, steckte sich das Shirt in die Hose, legte sich die Haare hinter die Ohren. Wütend wurde er nie.

Es war auch diese unaufgeregte Art, die Löw überzeugte. "Auch menschlich", sagt er, passe Schneider ins Team, das ist ihm wichtig. Löw kennt seinen Weg ohnehin, er hat sich keinen Beifahrer ausgesucht, der die Karte kontrollierend ausbreitet. Sondern einen, der Löws Musikgeschmack versteht.

© SZ vom 03.09.2014
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