Fredi Bobic als möglicher DFB-Direktor:"Ich war nicht erpicht darauf, dass mein Name fällt"

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Fredi Bobic als möglicher DFB-Direktor: Macht er's doch nicht? Fredi Bobic ist beim DFB als Nachfolger für Oliver Bierhoff im Gespräch.

Macht er's doch nicht? Fredi Bobic ist beim DFB als Nachfolger für Oliver Bierhoff im Gespräch.

(Foto: Uwe Anspach/dpa)

Fredi Bobic sieht sich derzeit eher nicht als Nachfolger von Oliver Bierhoff beim DFB - bei Hertha BSC fühle er sich "sauwohl", sagt er. Eine endgültige Absage ist das aber noch nicht.

Für die Nachfolge von Oliver Bierhoff beim DFB werden einige Namen gehandelt: Matthias Sammer soll ein Kandidat sein, zuletzt wurden sogar Lothar Matthäus und Stefan Effenberg ins Gespräch gebracht. Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC und einer der Favoriten für den Job, sagt nun, dass er dafür derzeit "keinen Kopf" habe. Er nehme zur Kenntnis, dass sein Name gehandelt werde, "mehr aber auch nicht", sagte er am Mittwoch bei einer Medienrunde der Berliner. "Ich war nicht erpicht darauf, dass mein Name fällt."

"Ich habe einen Job, ich fühle mich sauwohl bei Hertha", sagte der 51-Jährige. Er sei dort sehr zufrieden, weil "sich die Dinge drehen". Eine endgültige Absage an den DFB ist das aber noch nicht. "Hypothetisch kannst du dir immer vieles vorstellen und im Fußball nie was ausschließen", fügte er hinzu.

Der DFB darf sich "nicht treiben lassen", sagt Bobic

Bobic war 2021 nach erfolgreicher Arbeit bei Eintracht Frankfurt als Geschäftsführer Sport zur Hertha gewechselt. Bei den Berlinern konnte er noch keinen sportlichen Aufschwung herbeiführen. Die vergangenen drei Tage habe er mit Verhandlungen mit dem möglichen neuen Investor 777 Partners verbracht, der die Hertha-Anteile von Lars Windhorst übernehmen könnte. Daher habe er "gar keinen Kopf gehabt für Themen, die den DFB betreffen", sagte Bobic.

Der DFB müsse sich zunächst klar werden, welche Ziele er in Zukunft anstrebe. Erst dann könne man über Personen sprechen. In der jetzigen Lage, dürfe sich der Verband "nicht treiben lassen", sagte Bobic. Für die Arbeit von Bierhoff drückte der ehemalige Nationalspieler Respekt aus. "Ich bin weit weg davon, dass Oliver der Sündenbock ist. Er hat über große Strecken seinen Stempel hinterlassen", sagte Bobic über seinen ehemaligen Mitspieler, mit dem er 1996 den EM-Sieg feierte.

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