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DFB:DFB gibt Widerstand gegen Mammut-WM auf

Reinhard Grindel

DFB-Präsident Reinhard Grindel.

(Foto: Guido Kirchner/dpa)
  • Der Deutsche Fußball-Bund gibt seinen grundsätzlichen Wiederstand gegen eine Erweiterung der WM auf.
  • DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte heute, er könne sich ein Turnier mit 40 oder 48 Mannschaften unter gewissen Bedingungen vorstellen.
  • Im Januar entscheidet die Fifa üder die zukünftige Teilnehmerzahl.

DFB-Präsident Reinhard Grindel kann sich jetzt doch eine "Mega-WM" mit 40 oder sogar 48 Teilnehmern vorstellen - unter bestimmten Voraussetzungen. "Ich habe hinterlegt, dass es keine zusätzliche Belastung für die Spieler geben und die Länge des Turniers nicht weiter ausgedehnt werden darf", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach einem Gespräch mit Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura am Dienstag in Frankfurt.

Die Senegalesin hatte zuvor in der DFB-Zentrale Werbung für die Pläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino gemacht. "Das war das erste Thema, über das wir gesprochen haben", sagte Samoura: "Wir tun viel dafür, damit die Aufstockung der WM-Teilnehmer auch von den großen Fußballnationen begrüßt wird." Der DFB hatte sich zuletzt immer gegen eine Aufblähung des Turniers ausgesprochen.

Wie zuvor Infantino bei etlichen Gelegenheiten führte Samoura aus, dass mehr WM-Plätze den kleinen Nationen innerhalb des Weltverband enorm helfen würde. "Für diese Länder ist die WM-Teilnahme ein wahres Fest", sagte Samoura, die Grindels Ansicht teilte, dass es nicht noch mehr Spiele für die einzelnen Länder geben darf.

Derzeit starten 32 Mannschaften bei den Weltmeisterschaften. Die Aufstockung - wahrscheinlich ab der WM 2026 - soll während der nächsten Sitzung des Fifa-Council am 9. und 10. Januar in Zürich beschlossen werden. Ein deutscher Vertreter sitzt dann aufgrund der Ethik-Sperre gegen den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach nicht mit am Tisch. Dass Infantinos Vorstoß abgelehnt wird, ist derzeit so gut wie ausgeschlossen.

Zuletzt waren drei mögliche Varianten diskutiert worden. Eine WM mit 40 Teams hatte Infantino bereits während seines Wahlkampfes versprochen - und sich damit wohl viele Stimmen aus den kleinen Fifa-Ländern gesichert. Dann schlug der Schweizer ein Turnier mit 48 Teilnehmern vor.

Dieses könnte entweder mit einer Vorqualifikation mit 16 Play-off-Spielen vor dem eigentlichen Turnierstart oder mit 16 Dreiergruppen organisiert werden. So würde die Anzahl der Spiele pro Mannschaft nicht zwangsweise steigen. Allerdings würde das Turnier als solches dann noch weiter wachsen. Aus den ohnehin schon 64 Spielen würden dann 80 werden, der Terminplan wäre noch voller.

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