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Deutschlands bärtigster Profifußballer:"Ich sehne mich nach einer Rasur"

Seit mehr als einem Jahr hat Verteidiger Matthias Holst nicht mehr für seinen Verein Hansa Rostock gespielt - damals nahm er sich vor, sich erst beim nächsten Einsatz wieder zu rasieren. Beim heutigen Heimspiel gegen den VfL Bochum könnte der Bart endlich fallen. Ein Gespräch über Aberglauben, Spliss und ein haariges Markenzeichen.

Matthias Holst, 29, hat seit mehr als einem Jahr nicht mehr für seinen Verein Hansa Rostock gespielt. Damals nahm sich der Zweitliga-Spieler vor, sich erst wieder zu rasieren, wenn er wieder eingesetzt wird. Doch erst war er verletzt, und wieder genesen wurde er erwischt, wie er bis spät nachts feierte. Holst wurden suspendiert. Am Montag beim Heimspiel gegen den VfL Bochum könnte der Bart nun endlich fallen - sofern Holst spielen wird.

Mannschaftsvorstellung FC Hansa Rostock

Matthias Holst, Verteidiger bei Hansa Rostock, hat nicht nur mit gegnerischen Stürmern, sondern auch mit Spliss zu kämpfen.

(Foto: ddp images/dapd/Thomas Haentzsch)

SZ:Herr Holst, Sie haben den mit Abstand längsten Bart im deutschen Profi-Fußball. Wie kam's?

Holst: Immer wenn ich verletzt oder gesperrt bin, lasse ich mir einen Bart wachsen. Im Mai 2010 habe ich mir einen Knorpelschaden zugezogen. Dass es aber so lange bis zum nächsten Einsatz dauern wird, war nicht abzusehen.

SZ: Im Juli haben Sie sich im Training auch noch eine Rippe gebrochen. Der Bart wurde noch länger. Ist ein Rippenbruch oder Haarspliss unangenehmer?

Holst: Ganz klar, die Rippe. Da wusste ich gar nicht, wie ich nachts liegen soll. Der Bart ist dagegen eine Kleinigkeit. Aber ich bin immer auf der Suche nach Bartpflegetipps. Ich habe ja dermaßen Spliss. Seit ich eine Spülung benütze, ist er immerhin weicher. Man sollte die Barthaare auf gar keinen Fall - das habe ich gelernt - in den Mund nehmen und auf ihnen rumkauen. Danach sind sie so was von widerspenstig.

SZ: Haben Sie denn eigentlich Erfahrung mit Bärten?

Holst: Ja, zweimal habe ich mir einen Bart wachsen lassen. 2005 habe ich einen Meniskusschaden gehabt, dann wuchs der Bart, später wurden wir Oberliga-Meister. 2008 war ich lange gesperrt, ich ließ den Bart wachsen und prompt sind wir mit dem SC Paderborn aufgestiegen.

SZ: Ihr Bart soll mehr als zehn Zentimeter lang sein.

Holst: Ich gehe nur über der Oberlippe mit der Schere ran. Ich mag es nicht, wenn der Bart in den Mund reinwächst. An manchen Stellen ist er über zehn, an anderen - dort wo er abbricht - unter zehn Zentimeter lang. Das ist reiner Wildwuchs. Für die Jungs in der Kabine bin ich mal Tom Hanks aus "Cast Away", mal Werwolf, mal Hotzenplotz.

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