Eigentlich wollen sie beim DFB das Wort „Katar“ nicht mehr hören, sehen, aussprechen. Das Emirat ist beim Deutschen Fußball-Bund das, was für die Gallier „Alesia“ ist, der Ort der großen Niederlage gegen Caesars römische Legionen. Fantastisch illustriert im Comic „Asterix und der Arvernerschild“, in dem angeblich niemand Alesia kennt, niemand weiß, wo Alesia liegt, und noch nicht mal weiß, was Alesia ist. Rudi Völler, im DFB-Team eine Mischung aus Häuptling und Druide, jedenfalls der Mentor des kleinen deutschen Dorfes, sagte das verbotene Wort am Mittwoch in Herzogenaurach trotzdem.
MeinungDFB-TeamPolitik vor der WM? Bloß nicht anfassen!
Kommentar von Martin Schneider
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Mund zu: Für diese Geste bei der WM in Katar ernteten die deutschen Nationalspieler um Manuel Neuer (oben, Mitte) viel Kritik.
Christian Charisius/dpaDer DFB hat nach dem Desaster von Katar beschlossen, sich nicht mehr in die politische Debatte einzumischen. Das ist einerseits verständlich – andererseits eine Taktik, die leicht an ihre Grenzen kommen kann.

