DFB-Team vor dem Spiel gegen die Schweiz:Der Bundestrainer pokert einfach nicht

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Julian Nagelsmann hinter einer der aufblasbaren Freistoßfiguren, deren Frisur schon immer auf seltsame Art und Weise der seines Vorvorgängers ähnelte: Joachim Löw. (Foto: Federico Gambarini/dpa)

Vier Spielern droht eine Gelbsperre, doch Julian Nagelsmann kündigt erneut an, gegen die Schweiz mit derselben Startelf aufzulaufen. Auf Verwarnungen nimmt er keine Rücksicht, dafür bereitet ihm etwas anderes Sorge: der Frankfurter Rasen.

Von Martin Schneider

Eine allseits anerkannte Trainerregel besagt, dass die letzte Pressekonferenz vor einem Spiel in Wahrheit ein Pokerspiel mit Mikrofon ist. Es geht bei dieser Fragerunde höchstens vordergründig darum, der Öffentlichkeit echte Antworten zu liefern. Vielmehr dient der Auftritt dem Zweck der psychologischen Kriegsführung, der Gegner soll verwirrt werden, auf dass er sich bei der abendlichen Besprechung den Kopf zerbrechen kann. Wie spielt der Nagelsmann? Bringt er Pascal Groß? Nico Schlotterbeck? Probiert er was aus? Und was bedeutet das für unser Spiel? Muss ich meine Spieler mit Eventualitäten verwirren?

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