Deutsche Nationalmannschaft:Hansi Flick, der Puzzlespieler

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Der Trainer vertraute seinem Mittelfeldmotor, und Leon Goretzka dankte Hansi Flick mit einer starken Leistung. (Foto: Christian Charisius/dpa)

Müller raus? Sané rein? Und warum eigentlich Kehrer? Das Spiel gegen Spanien zeigt eindrücklich, wie schwierig es für den Bundestrainer ist, die richtigen elf Spieler für das richtige Spiel zu finden - die Gefahr des Vercoachens lauert ständig.

Von Christof Kneer, al-Chaur

Von dem Mann auf dem Pressepodium ging ein gewisses Leuchten aus, aber sehr lange konnte das nicht mehr gehen. Das Leuchten funzelte und flimmerte schon etwas, der Akku wirkte angegriffen. Der Mann war aufgerieben von der Dramatik des Abends, kein Wunder, er war gerade ein Protagonist des ersten richtigen WM-Spiels gewesen: Erstmals schmeckte es nach K.-o.-Runde bei diesem Turnier, in einem bewegten Spiel waren sich zwei Mannschaften "auf Augenhöhe begegnet", wie der Protagonist mehrfach betonte. Gerne hätte man jetzt eines dieser neumodischen Tools konsultiert, man hätte gerne studiert, in welchem Rhythmus das Herz dieses Mannes ausgeschlagen oder wie viele intensive Läufe er im Spiel absolviert hatte, wie das in der Sprache der Sportakademiker heißt.

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