Deutsche Schwimmer Neuer Kandidat für den Bundestrainer-Posten

Silber ging an Ryan Cochrane aus Kanada (14:39,63), Bronze an den Tunesier Oussama Mellouli (14:40,31), der wegen einer früheren Dopingsperre unter besonderer Beobachtung steht im Schwimmsport.

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Hollands Schwimm-Heldin

Das Quartett der USA siegte dann mit der 4x100-Meter-Lagenstaffel der Frauen, ebenfalls in Weltrekordzeit, vor Australien und Japan. Und im letzten Wettkampf des Abends gab Michael Phelps seinen endgültigen Abschied aus dem Schwimmen, standesgemäß mit einer Goldmedaille. Die US-Lagenstaffel der Männer gewann, ohne Weltrekord, vor Japan und Australien.

Die deutsche Staffel (Helge Meeuw, Christian Vom Lehn, Steffen Deibler, Markus Deibler) kam auf Rang sechs. Und damit hat es der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) jetzt auch amtlich: Erstmals seit 80 Jahren blieben deutsche Beckenschwimmer bei Sommerspielen, an denen Deutschland teilnahm, ohne Medaillen. Diesen Montag wollen sich der Sportdirektor Lutz Buschkow und die DSV-Präsidention Christa Thiel dazu im Deutschen Haus äußern.

Derzeit läuft bereits die Ausschreibung für die unbesetzte Cheftrainerstelle der Schwimmer, und ein Bewerber hat dafür am Wochenende seinen Hut in den Ring geworfen: der Essener Stützpunkt-Trainer Henning Lambertz. "Ich bin Angestellter des DSV, und wenn man mich in dieser Situation gerne sehen würde, würde ich nicht nein sagen", erklärte er im ZDF: "Man bräuchte mal eine Person, die fünf oder sechs Jahre die Richtung vorgeben kann."

Seine Vorläufige Analyse des Londoner Scheiterns lautet: "Wir trainieren zu wenig und nicht hart genug." Das haben aber auch schon vor zehn Jahren die jeweils neuen Schwimm-Bundestrainer gesagt.