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Deutsche Nationalmannschaft:Löw holt Gündogan und Badstuber zurück

Ilkay Gündogan

Nach fast zwei Jahren Pause zurück beim DFB: Der Dortmunder Techniker Ilkay Gündogan.

(Foto: dpa)
  • Für die Länderspiele gegen Australien und Georgien beruft Bundestrainer Joachim Löw die lange verletzten Ilkay Gündogan und Holger Badstuber in den DFB-Kader zurück.
  • Nach dem Rücktritt von Philipp Lahm wird erstmals Bastian Schweinsteiger als Spielführer an der Spitze der deutschen Nationalmannschaft stehen.
  • Löw verzichtet auf das Dortmunder Weltmeister-Trio Erik Durm, Matthias Ginter und Kevin Großkreutz.

Schweinsteiger erstmals als Kapitän im Einsatz

Der Fußball-Weltmeister plant seinen nächsten Schritt zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich mit zwei Rückkehrern: Bundestrainer Joachim Löw beruft Ilkay Gündogan und Holger Badstuber nach ihren langen Verletzungspausen in den Kader der deutschen Nationalmannschaft zurück. Zudem steht Bastian Schweinsteiger nach dem Rücktritt von Philipp Lahm erstmals als Kapitän im Aufgebot.

Schweinsteiger steht an der Spitze des 23-köpfigen DFB-Aufgebots für die ersten Länderspiele des Jahres gegen Asienmeister Australien am Mittwoch um 20:30 Uhr in Kaiserslautern und in der EM-Qualifikation bei Außenseiter Georgien am 29. März um 18:00 Uhr.

"Bastian ist unser Kapitän, er hat große Führungsqualitäten. Wir brauchen ihn, auf dem Platz genauso wie außerhalb", sagte Löw über den 30-Jährigen, der wegen diverser Blessuren seit der WM kein Länderspiel bestritten hat: "Ihn wieder dabeizuhaben, ist für uns ein großer Gewinn. Ich bin fest davon überzeugt, dass er an seine zuletzt starken Leistungen nahtlos anknüpfen wird."

Badstuber und Gündogan nach jahrelanger Pause zurück

Badstuber hatte zuletzt am 18. Oktober 2012 für Deutschland gespielt (4:4 gegen Schweden), Gündogan war letztmals am 14. August 2013 (3:3 gegen Paraguay) im Einsatz. "Die beiden haben lange Zeiten des Leidens hinter sich, die nun zum Glück vorüber sind. Mich hat es bewegt, Holger und Ilkay wieder am Ball zu sehen, und ich bin beeindruckt davon, wie schnell sie wieder hohes Niveau erreicht haben", begründete Löw die Nominierung des Defensiv-Duos.

Neben Badstuber und Gündogan, die die WM verletzungsbedingt verpasst hatten, steht auch der formschwache Weltmeister Lukas Podolski im Kader, dem insgesamt 16 Spieler des WM-Kaders angehören. Auf einen Debütanten verzichtete Löw, der Kölner Jonas Hector erhält nach einem Länderspiel aber eine weitere Chance. Stürmer Mario Gomez fehlt nach eben überstandener Verletzungspause ebenso wie das Dortmunder Weltmeister-Trio Erik Durm, Matthias Ginter und Kevin Großkreutz. Daneben holte Löw erwartungsgemäß die zuletzt fehlenden Mesut Özil und Marco Reus zurück.

Deutschland steht in der EM-Qualifikationsgruppe D nach vier Spielen mit zwei Siegen und der Niederlage in Polen (0:2) unter Zugzwang. Die DFB-Elf (7 Punkte) hat drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Polen, die Verfolger Schottland und Irland sitzen Löws Mannschaft punktgleich im Nacken. "Die Situation ist für uns ungewohnt, sie ist aber kein Problem. Unsere Sinne sind geschärft, wir wissen, dass wir gefordert sind", sagte Löw dazu.

Das deutsche Aufgebot für die Länderspiele gegen Australien und Georgien

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

Abwehr: Holger Badstuber (Bayern München), Jérôme Boateng (Bayern München), Jonas Hector (1. FC Köln), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)

Mittelfeld: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund), Sami Khedira (Real Madrid), Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Inter Mailand), Marco Reus (Borussia Dortmund), André Schürrle (VfL Wolfsburg), Bastian Schweinsteiger (Bayern München)

Angriff: Mario Götze (Bayern München), Max Kruse (Borussia Mönchengladbach)

© Süddeutsche.de/dpa/sid/fued
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