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Deutsche Nationalelf:Löw nominiert Koch und Rudy nach

Sport-Club Freiburg v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga; Robin Koch SC Freiburg

Erstmals bei der deutschen A-Nationalmannschaft: Robin Koch vom SC Freiburg.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Bundestrainer reagiert auf die Verletztenmisere im DFB-Team. Bastian Schweinsteiger siegt in seinem womöglich letzten Karrierespiel.

DFB, Verletzte: Bundestrainer Joachim Löw hat auf die weiter verschärften Personalprobleme der deutschen Fußball-Nationalmannschaft reagiert und seinen Kader mit Sebastian Rudy und Robin Koch ergänzt. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montagnachmittag mit. Rudy (TSG Hoffenheim) hatte zuletzt im November 2018 im DFB-Kader gestanden, für Koch (SC Freiburg) ist es die erste Nominierung für die A-Nationalmannschaft. Der 23 Jahre alte Abwehrspieler war im Sommer mit der U21 Vizeeuropameister geworden. "Ich war Sonntag nur am Telefon und habe schlechte Nachrichten bekommen", hatte Löw bei der Ankunft in Dortmund gesagt, wo die DFB-Auswahl am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) auf Argentinien trifft. Vier Tage später steht das wichtige EM-Qualifikationsspiel in Estland an.

Mit Timo Werner und Ilkay Gündogan sind zumindest für die erste Begegnung zwei weitere Spieler fraglich. "Timo Werner hat einen grippalen Infekt, da ist auch nicht sicher, ob er Montag oder Dienstag trainieren kann", sagte Löw. Gündogan kam zwar ebenfalls am Montag an, hat aber laut Löw "eine leichte muskuläre Verletzung". Zuvor hatte der Bundestrainer bereits zehn Absagen kassiert, unter anderem fehlen ihm Leroy Sane und Toni Kroos verletzt. Wie Kroos (Adduktoren) fallen Jonas Hector (neuromuskuläre Probleme) und Matthias Ginter (Schulter) kurzfristig aus. In Suat Serdar hat Löw deshalb schon am Sonntag einen zweiten Neuling nach Nadiem Amiri dazugeholt.

Bastian Schweinsteiger, Karriere: Der Rio-Weltmeister hat in seinem womöglich letzten Spiel als Fußballprofi einen Erfolg gefeiert. Im letzten Spiel der regulären Saison in der nordamerikanischen Profiliga MLS siegte der 35-Jährige mit Chicago Fire 5:2 (1:1) bei Orlando City und kam dabei über 90 Minuten in der Innenverteidigung zum Einsatz. Schweinsteigers Vertrag läuft am Saisonende aus, die Fortsetzung seiner Karriere ließ er bislang offen. "Ich weiß es noch nicht. Man wird sehen. Ich werde in den nächsten Wochen entscheiden", sagte der frühere Münchner in der Vorwoche zu seiner Zukunft. Schweinsteiger hatte mit Fire wie im Vorjahr die Play-off-Teilnahme verpasst und schließt die Saison als Achter der Eastern Conference ab. Nur in der Premierenspielzeit seines dreijährigen US-Engagements erreichte der 121-malige Nationalspieler mit Chicago die Play-offs, scheiterte aber dort in der ersten Runde.

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FC Bayern, Javi Martínez: Bayerns Mittelfeldspieler wirkte gegen Hoffenheim tief gefrustet. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Lucas Hernández und David Alaba hatte es wieder nicht für einen Startelfeinsatz gereicht. Sichtlich enttäuscht saß der Spanier auf der Ersatzbank des Meisters, Co-Trainer Hansi Flick platzierte sich neben dem Defensivspieler und redete mit ihm. Martínez äußerte sich nach dem Spiel nicht. Der Grund für seine traurige Miene sollen sportliche Gründe sein.

"Ich denke schon. Es ist nicht so, dass ich irgendwas anderes wüsste", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Natürlich ist es ärgerlich auch für Javi, dass er nicht gespielt hat. Wir haben sicher viele Spiele, wo der Javi auch seine Chance bekommen wird." Martínez, 2012 mit 40 Millionen Euro Ablöse Münchner Rekordeinkauf, kam in dieser Saison dreimal in der Bundesliga und zweimal in der Champions League zum Einsatz. In der Startelf stand er noch nicht, beim 1:2 gegen Hoffenheim blieb er komplett draußen.

KFC Uerdingen, Stefan Effenberg: Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg wird Manager Sport beim Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen. Wie der Klub am Samstag mitteilte, werde der 51-Jährige "in den sportlichen Entscheidungsprozessen" dem Investor Michail Ponomarew, Geschäftsführer Nikolas Weinhart sowie dem Trainerteam zur Seite stehen.

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"Stefan Effenberg hat in seiner Karriere so ziemlich alles erlebt und erreicht", sagte Ponomarew: "Wir erhoffen uns, dass er mit all seiner Erfahrung und seinem Fachwissen dabei helfen kann, die nächsten Schritte auf dem Weg nach vorne zu machen." Uerdingen steht nach elf Spielen mit 13 Punkten derzeit auf Tabellenplatz 14.

Der ehemalige Bayern-Profi Effenberg war zuletzt beim SC Paderborn (2015/16) als Trainer tätig, dort musste er allerdings schon nach 15 Spielen seinen Platz räumen. "Der KFC Uerdingen ist ein Traditionsverein und hat ein großes Potenzial", sagte der 51-Jährige: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden."

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