Deutsche Erfolge bei nordischer Ski-WM:Kitschiges Ende im Sonnenuntergang

Nordische Ski-WM - Nordische Kombination

Der Abend brach herein und die deutschen Kombinierer jubelten in Falun.

(Foto: dpa)
  • Die deutschen Kombinierer gewinnen Gold in der Staffel. Für Johannes Rydzek ist es der zweite Sieg bei der WM in Falun.
  • 28 Jahre liegt der letzte WM-Titel zurück. Deutschland gewinnt vor Norwegen.
  • Auch die deutschen Skispringer jubeln - das Mixed-Team springt ebenso zu Gold.
  • Hier geht es zu den Ergbnissen der Nordischen Ski-WM

Nach langer Zeit wieder ganz oben

Als das ewige Warten nach fast drei Jahrzehnten endlich ein Ende fand, schnappten sich die deutschen Kombinierer Johannes Rydzek und erdrückten ihren Schlussläufer fast vor lauter Freude. Zwei Tage nach Rydzeks Einzel-Triumph gewannen die Jungs von Bundestrainer Hermann Weinbuch bei der WM in Falun auch den Team-Wettbewerb vor dem Erzrivalen Norwegen und feierten den ersten großen Titel seit Olympia 1988 in Calgary.

"Endlich, endlich!", rief Weinbuch mit Tränen in den Augen immer wieder, nachdem Rydzek (Oberstdorf), Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Fabian Rießle (Breitnau) und Tino Edelmann (Zella-Mehlis) einen fast schon unglaublichen Start-Ziel-Sieg mit 23,1 Sekunden Vorsprung auf den ewigen Rivalen Norwegen perfekt gemacht hatten: "Wir haben einen Traumwettkampf abgeliefert, wir haben immer an uns geglaubt. Und wir sind endlich belohnt worden."

"Historischer Sieg"

Hinter Norwegen holte Frankreich (+39,6) Bronze, gefährden konnte aber auch der Titelverteidiger ein entfesseltes deutsches Team nie. "Das ist ein historischer Sieg", verkündete DOSB-Präsident Alfons Hörmann im Zielraum. Hörmann verschob seinen Rückflug prompt auf Montag: "Diese Siegerehrung möchte ich selbst vornehmen, das will ich nicht verpassen."

Rydzek, der Norwegens Schlussmann Jörgen Graabak nicht den Hauch einer Chance ließ, durfte die letzten Meter im Triumphzug genießen und die erfolgreiche Revanche für die gegen Norwegen im Zielsprint verlorene Olympia-Staffel besiegeln. Sein Glück konnte der 23-Jährige nur 20 Stunden nach der emotionalen Siegerehrung für sein Einzel-Gold kaum fassen.

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