DEL-Finale:Eisbären Berlin machen Titel-Hattrick perfekt

Eisbären Berlin - Kölner Haie

Auftakt zur Meisterfeier: Corey Locke (r.) trifft per Penalty gegen Kölns Torwart Danny aus den Birken zum 1:0.

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Siebte Eishockey-Meisterschaft in neun Jahren, dritter Titel in Serie: Die Eisbären Berlin gewinnen das vierte Finalspiel der DEL-Playoffs gegen die Kölner Haie mit 4:1 und feiern vor 14.200 Zuschauern den Titel.

Die Berliner Eisbären haben ihre siebte deutsche Eishockey-Meisterschaft perfekt gemacht und ihre nationale Vormachtstellung untermauert. Der Titelverteidiger gewann am Sonntag in Berlin 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen die Kölner Haie, sicherte sich im vierten Spiel des Playoff-Finales den nötigen dritten Sieg und machte den Titel-Hattrick perfekt. Das war in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zuvor nur Adler Mannheim (1997-99) gelungen.

Für Cheftrainer Don Jackson war es bereits der fünfte Titel in sechs Jahren mit den Berlinern. Der Vertrag des Amerikaners läuft aus, Gerüchten zufolge besitzt er aber durch den Titelgewinn eine vertraglich zugesicherte Option zur Verlängerung.

Corey Locke brachte die Hauptstädter vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof per Penalty (9.) in Führung. Rok Ticar glich zum 1:1 aus (26.), doch die Eisbären Top-Angreifer Jullian Talbot und T.J. Mulock sorgten im Mitteldrittel für das 3:1 (32./35.). Im Schlussabschnitt erhöhte erneut Talbot auf 4:1 (47.).

Für den achtmaligen Meister aus Köln, der zuletzt 2002 Champion war, setzt sich damit auch unter dem ehemaligen Bundestrainer Uwe Krupp die lange Titelflaute fort. "Es ist Zeit, den Eisbären Berlin zu gratulieren", sagte Krupp direkt nach der Schlusssirene kurz und schüttelte allen Siegern auf dem Eis fair die Hände.

In der dritten Minute scheiterte Berlins Topscorer Talbot frei vor dem prächtig aufgelegten Haie-Schlussmann Danny Aus den Birken. Damit übernahm der Titelverteidiger das Kommando. Als Locke nach einem Kölner Abspielfehler allein auf Aus den Birken zulief, hinderte ihn Nathan Robinson unfair am Torabschluss (9.). Den fälligen Penalty verwandelte der Kanadier zur verdienten 1:0-Führung. "Es war gut, in Führung zu gehen, um ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen", sagte Verteidiger Frank Hördler bei Servus TV an der Bande.

Die Kölner versuchten zwar, zurückzuschlagen, leisteten sich aber zu viele Fehler und Strafzeiten. Pech hatte Alexander Weiß, als er nur den Pfosten des Berliner Tores traf (14.). Im Gegenzug hätte Darin Olver das 2:0 besorgen können, doch Kölns Goalie wehrte den Schuss erneut gekonnt ab.

Im zweiten Drittel pressten die Haie früher und eroberten sich ein spielerisches Übergewicht. Das 1:1 durch Ticar war verdient. Nun meldeten sich auch die gut 700 Kölner Fans lautstark zu Wort. Die Glückseligkeit hatte jedoch nicht lange Bestand. Als eine Strafzeit der Haie gerade abgelaufen war, drosch Talbot den Puck aufs Tor. Sein abgefälschter Distanzschuss landete zur 2:1-Führung im Kölner Kasten. Angefeuert von ihren Fans griffen die Berliner weiter beherzt an, und Mulock markierte mit seinem siebten Playoff-Tor das 3:1.

Die Kölner versuchten im letzten Drittel, noch einmal ins Spiel zu kommen. Die Eisbären blieben bei ihren Kontern jedoch stets gefährlich. Die Entscheidung fiel allerdings in Überzahl: Talbot war mit seinem achten Playoff-Tor zum 4:1 zur Stelle und machte den ersten Heimsieg in der Serie perfekt.

© dpa/SID/hum
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