Debüt von Schweinsteiger bei ManU Chef mit der Nummer 23

Spielt bei seinem Debüt ein paar Sicherheitspässe: Bastian Schweinsteiger

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Bastian Schweinsteiger spielt erstmals für Manchester United und zeigt ein unauffälliges Spiel.
  • Der Weltmeister gibt gestenreich gleich den Chef auf dem Platz.
  • Vor allem seine neue Rückennummer 23 sorgt bei den amerikanischen Fans für große Begeisterung.
Von Jürgen Schmieder, Seattle

Es ist ja bekannt, dass der Fußballspieler Bastian Schweinsteiger, wenn ihm die Natur ein paar Zentimeter mehr an Körpergröße und ein bisschen weniger Gefühl in den Füßen gegeben hätte, durchaus auch gerne Basketballprofi geworden wäre. Er ist Stammgast bei den Spielen der Bayern-Basketballer gewesen und schon auf der Tribüne der New York Knicks gesichtet worden - bei der USA-Reise des FC Bayern im vergangenen Jahr warf er in Portland erst einmal ein paar Körbe, ehe er sich mit Fans und Reportern traf.

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Schweinsteiger weiß um die Bedeutung der Rückennummer "23" im Basketball und im amerikanischen Sport allgemein. Michael Jordan trug einst bei den Chicago Bulls die 23, LeBron James trägt sie gerade bei den Cleveland Cavaliers. Es gab die Baseballspieler Don Mattingly (New York Yankees) und Ryne Sandberg (Chicago Cubs), die Eishockeyspieler Bob Gainey (Montreal Canadiens) und Bob Nystrom (New York Islanders) - und natürlich wählte auch der Fußballer David Beckham bei seinem Wechsel zu Los Angeles Galaxy die 23 als Rückennummer. Die 23 signalisiert im amerikanischen Sport den Star einer Mannschaft, den Chef.

Am Freitag also absolvierte Bastian Schweinsteiger seine erste Partie für Manchester United, er wurde beim 1:0 (den Treffer erzielte der andere Zugang Morgan Schneiderlin) gegen den mexikanischen Verein Club América zur Pause eingewechselt. Sportlich lässt sich nicht allzu viel herauslesen aus diesem Spiel, es war eine Partie im Rahmen des International Champions Cup, vergleichbar mit dem Audi Cup in München oder dem Blitzturnier in Salzburg vor wenigen Tagen, das Werder Bremen gewann.

Schweinsteiger spielt ein paar Sicherheitspässe

Vereine wie United, Paris Saint-Germain oder der FC Barcelona absolvieren Testspiele untereinander und erschließen damit den amerikanischen Markt - der FC Bayern, Inter Mailand und Real Madrid sind derzeit in China unterwegs, Manchester City und AS Rom bearbeiten den australischen Markt.

Schweinsteiger spielte am Freitagabend ein paar Pässe mit hoher Sicherheit, unter seinen 91 Ballkontakten befanden sich durchaus gute Zuspiele, er dirigierte seine Kollegen auf die richtige Position, nach dem Spiel debattierte er noch ein bisschen mit dem Schiedsrichter über ein Foul, das der nach Schweinsteigers Dafürhalten übersehen hatte. Das war's. "Er dirigierte sofort mit Armzeichen und zeigte auch am Ball, warum und wie er eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung Uniteds zu einem Titelkandidat übernehmen kann", urteilte die englische Zeitung The Guardian nach dem 45-minütigen Einsatz des 30-Jährigen im zweiten Durchgang. Es war ein fehlerfreier, aber auch unauffälliger Auftritt, weshalb die amerikanischen Zuschauer in Seattle vor allem die neue Rückennummer von Schweinsteiger bestaunten: 23.

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