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Davis Cup:Messi setzt auf Tennis

"Wir haben überhaupt keine Sorge, dass es profitabel sein wird", sagte Piqué, der trotz seines Engagements als Tennis-Impresario eine mehr als nur passable Saison beim FC Barcelona liefert und auch daheim von Ehefrau Shakira nur leise Kritik hört: "Sie sagt, dass sie mich gar nicht mehr sehe", scherzte er. Wann die Renditen fließen, ließ ITF-Chef Haggerty offen. Es sei "klar, dass man ein paar Jahre investieren" müsse. Wann die Gewinnschwelle überschritten werden soll, behielt er für sich. Die ersten Signale aber seien positiv.

So sei das Interesse potenzieller Werbepartner stark, sagte Piqué; am Donnerstag wurde bekannt, dass eine Luxusautofirma und ein Modelabel dazukamen; mittlerweile tummeln sich sieben Firmen im Sponsorenpool, darunter auch La Liga, in der Spaniens Profifußballklubs organisiert sind und mit deren Chef Javier Tebas Piqué vergleichsweise verfeindet ist. Auch ITF-Boss Haggerty versicherte, dass die Resonanz gestiegen sei. Bei den Erstrundenspielen hätten "7,3 Millionen Menschen zugeschaut - eine Million mehr als 2018", referierte der ITF-Boss. Die Klick-zahlen in den sozialen Netzwerken seien im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gestiegen. "Die Leute reden wieder über den Davis Cup", meinte Haggerty.

Das dürfte auch an Piqué liegen, der schon als Jugendlicher von seinem Vater zum Sandplatzturnier in Barcelona geschleppt wurde und selbst passabel Tennis spielte, sich dann aber für die Fußballerkarriere entschied. Das mediale Geklapper dürfte sich durch eine neue Nachricht nicht verringern. Piqué berichtete nämlich nicht nur davon, dass diverse Kollegen beim FC Barcelona seine Rolle als Davis-Cup-Fürst mit Interesse verfolgen, er verriet auch ein Geheimnis, das nicht mal der ITF bekannt war. Piqué plauderte aus, dass sein mit Abstand berühmtester Spielgefährte, der mehrmalige argentinische Weltfußballer Lionel Messi, "von allen am besten weiß, was vor sich geht". Denn: "Leo ist Partner, ein Teil der Kosmos-Familie" - und damit gewissermaßen ein weiterer Patron der Davis-Cup-Reform.

Piqué, 32, und Messi, 31, kennen einander seit fast 20 Jahren, spielten zusammen in den Jugendmannschaften des FC Barcelona, "und ich versuche immer, meine Gedanken zu teilen. Er liebt Tennis, und er wollte teilhaben". Das böte einen guten Anlass, den jetzt hier und da in Piqué-Cup umbenannten Pokal (Piqué: "Ich hasse das!") Messi-Cup zu taufen. Piqué ist das freilich nicht geheuer. "Fangt bloß nicht damit an, sonst werden die Leute anfangen, das zu benutzen."

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Barcelona-Profi

Lionel Messi mischt beim Tennis mit

Der mehrmalige Weltfußballer vom FC Barcelona ist beim Davis-Cup-Investor beteiligt. Das bestätigt sein Mitspieler Gerard Piqué, der als Präsident der Firma den Wettbewerb von Grund auf reformierte - und dafür teils harsche Kritik erfuhr.   Von Javier Cáceres