Darts-WM Zwei Favoriten sind raus

Raymond van Barneveld (links) unterliegt Darius Labanauskas.

(Foto: dpa)

Bei der Darts-WM scheitern zwei der besten Spieler - eine Russin verpasst den ersten Sieg einer Frau in der Turniergeschichte. Die Uefa ermittelt gegen den FC Chelsea.

Meldungen in der Übersicht

Darts, WM: Nächste Überraschung bei der Darts-WM in London: Der fünfmalige Weltmeister Raymond van Barneveld ist bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 51 Jahre alte Niederländer, der im Vorfeld der WM sein Karriereende für Ende 2019 angekündigt hatte, musste sich am späten Montagabend dem Litauer Darius Labanauskas mit 2:3 geschlagen geben. Schon am Sonntag hatte der Weltranglistendritte und frühere WM-Finalist Peter Wright (Schottland) überraschend seine Zweitrundenpartie gegen den Spanier Toni Alcinas verloren (1:3).

Die Russin Anastassija Dobromyslowa hat ebenfalls ihr Auftaktmatch verloren und damit den ersten Sieg einer Frau in der Turniergeschichte verpasst. Die 34-Jährige unterlag dem Engländer Ryan Joyce 0:3, der in der nächsten Runde gegen Australiens Topspieler Simon Whitlock antreten darf. Bei der WM gab es in diesem Jahr erstmals eine separate Qualifikation für Frauen, durch die sich Dobromyslowa und Lisa Ashton qualifizieren. Beide schieden nun in der ersten Runde aus. Die Russin war 2009 über eine Wildcard schon einmal dabei und verlor damals gegen den Niederländer Remco van Eijden.

Uefa, Chelsea: Der englische Spitzenklub FC Chelsea ist wegen antisemitischer Sprechchöre seiner Anhänger ins Visier der Europäischen Fußball-Union Uefa geraten. Der Verband teilte am Dienstag mit, dass eine Untersuchung der Vorfälle im Europa-League-Spiel beim FC Vidi/Ungarn (2:2) eingeleitet wurde und Mitte Januar Ergebnisse präsentiert werden sollen. In der vergangenen Woche waren die Fans der Blues zum zweiten Mal binnen weniger Tage negativ aufgefallen, als sie antisemitische Gesänge anstimmten. Zuvor war im Ligaspiel gegen Manchester City der englische Nationalspieler Raheem Sterling von gut zu identifizierenden Chelsea-Anhängern rassistisch angegangen worden. Vier Personen wurden inzwischen mit vorläufigen Stadionverboten belegt, die Polizei ermittelt.

"Der Verein und die überwältigende Mehrheit unserer Fans verabscheuen Antisemitismus und jede Art von Rassen- oder religiösem Hass", hatte ein Klubsprecher unmittelbar nach der Europa-League-Partie, in der Nationalspieler Antonio Rüdiger geschont worden war, gesagt: "Das hat keinen Platz bei Chelsea oder in irgendeiner unserer Gemeinschaften."

2. Liga, Köln: Aufstiegsfavorit 1. FC Köln hat die Hinrunde der 2. Fußball-Bundesliga mit dem fünften Sieg in Serie abgeschlossen und bleibt Tabellenführer Hamburger SV dicht auf den Fersen. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang schlug den wehrhaften Aufsteiger 1. FC Magdeburg mit 3:0 (1:0) und liegt als Zweiter weiterhin nur einen Punkt hinter dem HSV. Jhon Cordoba (33.) brachte den FC mit seinem siebten Saisontor in Führung, Dominick Drexler (48.) legte früh in der zweiten Hälfte nach, bevor Torjäger Simon Terodde mit seinem 21. Saisontreffer den Schlusspunkt setzte (90.+1). Magdeburg kam indes auch im vierten Spiel unter Trainer Michael Oenning nicht vom Fleck, nach neun Spielen ohne Sieg ist der frühere Europapokalsieger Vorletzter.

"Hinten raus haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen", sagte Anfang bei Sky zur Fortsetzung der Siegesserie. "Wir haben auch vorher schon gute Spiele gemacht, es aber nicht geschafft, uns permanent zu belohnen. Wir denken nicht an Tabellen oder Platzierungen, sondern nur daran, wie wir ein gutes Spiel machen können." Magdeburgs Torhüter Alexander Brunst sah eine "sehr gute erste Halbzeit" seiner Mannschaft: "Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können."

Champions League Liverpool wirkt restlos komplett

Gegner des FC Bayern

Liverpool wirkt restlos komplett

Beim Bayern-Gegner in der Champions League überrascht der frühere Münchner Xherdan Shaqiri in neuer Rolle. Seine Gegner legt sich das Team nüchtern zurecht.   Von Sven Haist