Cottbus:Abstieg in Minute 89

Der Drittligist verliert 2:3 gegen den FSV Mainz 05 II. Bis zur 89. Minute hatte Energie noch mit 2:1 geführt, dies hätte zum Klassenerhalt gereicht. Kult-Trainer Eduard Geyer leidet mit den vielen Fans und Menschen in der Region.

Kult-Trainer Eduard Geyer hat sich vom Abstieg seines ehemaligen Klubs Energie Cottbus aus der Dritten Liga tief betroffen gezeigt. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr man da mitleidet. Das ist eine sportliche Katastrophe", sagte der 71-Jährige und erklärte, der kommende Weg der Lausitzer werde "sehr hart". Der Knackpunkt sei für ihn der Zweitliga-Abstieg 2014 gewesen. "Das war vielleicht das Entscheidende, das war vermeidbar. Vielleicht hat man danach die Signale falsch gedeutet und Dinge unterschätzt", sagte Geyer, der Cottbus von 1994 bis 2004 trainiert und den Klub aus der Regionalliga in die Bundesliga geführt hatte. Als besonders schlimm bezeichnete Geyer den Abstieg der Cottbuser für die Menschen in der Lausitz. "Das ist eine Region, die nach der Wende stark gebeutelt wurde. Die Menschen dort mussten alle für ihr Geld hart arbeiten", sagte Geyer: "Als wir in die Bundesliga aufgestiegen sind, haben wir den Menschen Hoffnung vermittelt und Selbstvertrauen gegeben." Cottbus war am Samstag nach einem dramatischen Saisonfinale durch ein 2:3 gegen den FSV Mainz 05 II abgestiegen. Bis zur 89. Minute hatte der Klub noch mit 2:1 geführt, dies hätte zum Klassenerhalt gereicht. Mit Tränen in den Augen saßen die Angestellten von Energie Cottbus nach dem Spiel vor der Geschäftsstelle.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB