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Ironman-Weltmeister und Bundestrainer:Deutsche Triathlon Union und Al-Sultan trennen sich

Faris Al-Sultan

Faris Al-Sultan: 2014 beim Ironman in Österreich noch selbst dabei

(Foto: dpa)

Zuletzt hatte Faris Al-Sultan verstörende Ansichten zur Corona-Pandemie verbreitet, nun trennen sich die Wege zwischen ihm und der Deutsche Triathlon Union.

Der ehemalige Ironman-Weltmeister Faris Al-Sultan hat bei der Deutschen Triathlon Union (DTU) keine Zukunft. Der Verband gab am Montag bekannt, die Zusammenarbeit mit dem 42-Jährigen zum 30. September 2020 zu beenden. "In den Gesprächen nach der Verschiebung der Olympischen Spiele haben wir auf beiden Seiten festgestellt, dass unsere Vorstellungen über die weitere Zusammenarbeit sehr unterschiedlich sind", sagte DTU-Sportdirektor Jörg Bügner.

Al-Sultan hatte bei der DTU seit November 2018 in der Position als Bundestrainer Elite die Athleten aus dem Olympia- und Perspektivkader betreut - zuletzt aber mit kritischen und teilweise verwirrenden Aussagen über den Umgang der deutschen Regierung mit der Corona-Pandemie für Aufsehen gesorgt.

"Ich schäme mich für eine Bundeskanzlerin, die wider aller Fakten etwas vom Verlust der Liebsten faselt, statt auf die organisatorische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft hinzuweisen, um sämtliche Probleme mit Vernunft anzugehen", schrieb Al-Sultan in einem Leserbrief im Nachrichtenmagazin Spiegel.

"Ich möchte eines klarstellen: Ich wurde nicht gefeuert, weil ich meine persönliche Meinung kundgetan habe", twitterte Al-Sultan nur kurz nach der Veröffentlichung der DTU. Vielmehr habe er der DTU mitgeteilt, "dass ich meine Arbeit nach der Saison nicht mehr fortsetzen werde".

Die DTU wird bis zu den Olympischen Spielen in 2021 die Position nicht nachbesetzen und sich im Anschluss auf der Basis der Ergebnisse und der Erfahrungen des letzten Olympiazyklus neu aufstellen.

© SZ.de/sid/ska
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Von Frank Hellmann

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