Coronavirus im Sport:Das IOC trotzt

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Viele Sport-Organisatoren reagieren mit Absagen und Verlegungen auf die Verbreitung des Krankheitserregers. Nur das Internationale Olympische Komitee hält unbeirrt an seinen Plänen für die Sommerspiele in Tokio fest.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Japan an den Olympischen Spielen in Tokio fest. Die IOC-Koordinierungskommission setze sich voll und ganz für die planmäßige Austragung der Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August ein, sagte IOC-Präsident Thomas Bach laut der Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit japanischen Medien. Man wolle nicht über Alternativen spekulieren, erklärte Bach. Japan hat bisher acht Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Virus stehen; mehr als 900 Menschen haben sich infiziert.

Andere Sport-Organisatoren reagieren vorsichtig auf die Verbreitung des neuartigen Virus. Die Tour der Radprofis durch die Vereinigten Arabischen Emirate ist zwei Etappen vor dem Ende wegen der Epidemie abgebrochen worden. Die Hintergründe waren unklar. Auch darüber, ob Fahrer infiziert sind, gab es widersprüchliche Aussagen. Alle Profis sollen auf das Virus getestet werden. Die Deutsche Billard-Union hat in Abstimmung mit dem Weltverband die WM in Viersen wegen der Situation in Nordrhein-Westfalen abgesagt. Zudem verzichten die deutschen U20-Fußballerinnen auf ihre für Anfang März geplante Länderspielreise nach Japan, und Chinas U18-Auswahl im Basketball hat ihre Teilnahme am Albert-Schweitzer-Turnier in Mannheim und Viernheim storniert, der inoffiziellen U18-WM. Des weiteren wurde die Olympia-Qualifikation der Triathleten für die Mixed-Staffel von China nach Valencia in Spanien verlegt; in Vietnams Hauptstadt Hanoi steht der dritte Formel-1-Grand-Prix von 2020 auf der Kippe. Ein Regierungsfunktionär schloss die Absage der für den 5. April geplanten Veranstaltung nicht mehr aus. Es wäre das erste Formel-1-Rennen in dem asiatischen Land.

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