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Coronavirus:Alle Sportveranstaltungen in Italien vorerst ohne Zuschauer

Juventus' Paulo Dybala vor großer Kulisse gegen Brescia - die gibt es nun vorest nicht mehr

(Foto: AP)

Das betrifft unter anderem Spiele der Serie A, Champions League und den alpinen Skisport. Manchester City erreicht das Viertelfinale im FA-Cup - Tottenham scheidet aus.

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Sport in Italien, Coronavirus: Alle Sportveranstaltungen in Italien sollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorerst ohne Publikum stattfinden. Damit sollen weitere Ansteckungen vermieden werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend in einer Videobotschaft an das Land. Nach Medienberichten gilt dies bis zum 3. April. Betroffen sind dann neben den Fußball-Spielen in der Serie A unter anderem auch die Champions-League-Partie von Juventus Turin gegen Olympique Lyon am 17. März sowie die Europa-League-Spiele von Inter Mailand gegen Getafe (12.) und AS Rom gegen den FC Sevilla (19.3.). Das Rückspiel von Inter in Getafe am 19. März muss ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Durch den Ausschluss der Zuschauer droht dem Radklassiker Mailand-Sanremo am 21. März die Absage. Auch das Weltcupfinale der alpinen Skisportler in Cortina (18. bis 22. März) ist vom Zuschauer-Ausschluss betroffen. In Italien gibt es die meisten Fälle der Lungenkrankheit Covid-19. Rund 3100 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, mehr als 100 sind bereits gestorben. Mehrere Fußballspiele der Serie A und des Pokals waren zuletzt bereits verschoben worden.

Fußball, England: Titelverteidiger Manchester City ist ungefährdet ins Viertelfinale des FA-Cups eingezogen. Die Citizens setzten sich ohne Nationalspieler Ilkay Gündogan beim Zweitligisten Sheffield Wednesday glanzlos mit 1:0 (0:0) durch und dürfen drei Tage nach dem Triumph im Ligapokal weiter vom nächsten Titel träumen. Im Viertelfinale des ältesten Fußball-Wettbewerbs der Welt am 21./22. März ist City bei Newcastle United gefordert.

Torjäger Sergio Agüero (53.) avancierte mit seinem insgesamt 254. Treffer zum Matchwinner für die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola. Gündogan saß 90 Minuten auf der Bank.

Tottenham Hotspur musste sich indes dem von Daniel Farke trainierten Premier-League-Schlusslicht Norwich City mit 2:3 nach Elfmeterschießen geschlagen geben, nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Der Belgier Jan Vertonghen brachte das Team von Jose Mourinho per Kopf (13.) in Führung, doch der ehemalige Gladbacher Josip Drmic (78.) rettete Norwich nach einer unglücklichen Abwehr von Spurs-Ersatztorhüter Michel Vorm in die Verlängerung.

Im Elfmeterschießen hatte Norwich die besseren Nerven, Torhüter Tim Krul wurde mit drei parierten Elfmetern zum Helden. Im Viertelfinale trifft Norwich entweder auf Derby County oder Manchester United, der FC Chelsea ist bei Leicester City zu Gast, Sheffield United empfängt den FC Arsenal.

Fußball, Frankreich: Paris Saint-Germain hat sich mit dem souveränen Einzug in das französische Pokalfinale für das Rückspiel in der Champions League gegen Borussia Dortmund in einer Woche eingestimmt. Das von Thomas Tuchel trainierte Team setzte sich am Mittwoch im Halbfinale bei Olympique Lyon mit 5:1 (1:1) durch.

Liga-Spitzenreiter PSG, das den Pokal bereits zwölf Mal gewonnen hat, im Vorjahr im Finale aber im Elfmeterschießen an Stade Rennes gescheitert war, trifft nun im Finale auf den Sieger aus der Partie AS St. Etienne gegen Cupverteidiger Rennes.

In einem abwechslungsreichen Match war Lyon lange Zeit ein gleichwertiger Gegner und ging durch Martin Terrier in der 11. Minute in Führung. Doch schnell schlug Paris mit dem deutschen Nationalspieler Thilo Kehrer zurück und kam drei Minuten später durch einen Treffer von Kylian Mbappé nach einem Eckball zum Ausgleich.

Nachdem Lyons Verteidiger Fernando Marçal nach einer Stunde mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste, drehte PSG auf und traf in der letzten halben Stunde noch viermal: Der zuletzt in der Liga gesperrte Neymar verwandelte einen Foulelfmeter (64.), zwei weitere Treffer von Mbappé (70., 90+2) und ein Tor von Pablo Sarabia (81.) brachten den am Ende klaren Erfolg.

© SZ.de/sid/dpa/ska/chge

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