Zum Tod von Ángel Franco Martínez:Franco, der Buhmann

Zum Tod von Ángel Franco Martínez: Ángel Franco Martínez (Mitte) 1978 bei einem Uefa-Cup-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart mit Kapitän Hermann Ohlicher (rechts) und Torpedo Moskau.

Ángel Franco Martínez (Mitte) 1978 bei einem Uefa-Cup-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart mit Kapitän Hermann Ohlicher (rechts) und Torpedo Moskau.

(Foto: Imago)

Wegen seines Nachnamens musste Schiedsrichter Ángel Franco Martínez stellvertretend für Spaniens Diktator viel Häme ertragen. Ein Mal hätte er ihn sogar fast das Leben gekostet. Ein Nachruf.

Von Javier Cáceres

Im spanischen Sprachraum ist es einigermaßen üblich, dass die Menschen mit (mindestens) zwei Vor- und zwei Nachnamen identifiziert werden. Das birgt große Vorteile: für die Namensgeber, weil ihnen das mehr Spielraum bei der Würdigung von Ahnen und Idolen verschafft; für die Behörden, weil die Nennung der Nachnamen von Vater und Mutter Verwechslungen minimiert. Es gibt ja auch im Spanischen Entsprechungen für Maier, Schmidt und Müller. Im allgemeinen Sprachgebrauch üblich ist die Nennung eines Nachnamens - außer bei den Schiedsrichtern in Spanien. Da werden immer beide Familiennamen genannt. Was auf einen Mann zurückgeht, der am Wochenende im Alter von 85 Jahren starb und auf den Namen Ángel Franco Martínez hörte.

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