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Vorbereitungsturnier zur WM:Brasilien und Italien im Halbfinale des Confed-Cups

Brazilien Mexico Confed-Cup Neymar

Neymar und die Seleção stehen im Halbfinale des Confed Cup.

(Foto: Getty Images)

In zwei turbulenten Spielen ziehen Brasilien und Italien ins Halbfinale des Confed-Cups ein. Erst gewinnt Brasilien 2:0 gegen Mexiko. Anschließend dreht Italien das bisher spektakulärste Spiel des Turniers gegen Japan.

Mit einem weiteren Traumtor und phasenweise wunderbarem Fußball hat Neymar Gastgeber Brasilien beim Confed-Cup den Weg ins Halbfinale geebnet. Die Seleção bezwang Angstgegner Mexiko in Fortaleza mit 2:0 (1:0). Neymar erzielte das 1:0 per Volleytreffer (9.) selbst und bereitete den zweiten Treffer durch Jo in der Nachspielzeit (90.+3) vor.

"Es ist nicht wichtig, wer die Tore schießt. Wichtig war, dass wir gut gespielt haben, für uns und unser Land. Das Publikum war wunderbar, es hat uns viel Selbstvertrauen gegeben", sagte Neymar. Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari ergänzte: "Es war toll heute Abend hier, ich bin sehr zufrieden. Aber wir hatten ein paar kleinere Konzentrationsschwächen, die wir abstellen müssen."

Neymar traf wie beim 3:0-Erfolg gegen Japan früh und spektakulär. Diesmal drosch er den Ball in der neunten Minute aus 14 Metern mit einer sehenswerten Direktabnahme ins Tor. Die Mannschaft von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari übertraf mit dem neunten Erfolg beim Confed-Cup in Folge die alte Bestmarke von Frankreich (2001/2003).

Italien dreht spektakuläres Spiel

Im bislang aufregendsten Spiel des Confederations Cup gelang Italien gegen glücklos kämpfende Japaner der vorzeitige Einzug ins Halbfinale . Beim 4:3 (1:2) in Recife schaffte Italiens Fußball-Nationalmannschaft nach einem 0:2-Rückstand noch ein bemerkenswertes Comeback, siegte aber vor 40.425 Zuschauern am Ende glücklich.

Die stark beginnenden Japaner gingen in der turbulenten Partie durch Keisuke Honda (21./Foulelfmeter) und den überragend spielenden Ex-Dortmunder Shinji Kagawa (33.) mit 2:0 in Führung. Dann gelang den bis dahin lethargischen Italienern das Comeback mit einem Kopfball von Daniele De Rossi (41.), einem unglücklichen Eigentor des Schalkers Atsuto Ushida (50.) und einem Handelfmeter, den Mario Balotelli sicher verwandelte (52.).

Nach dem erneuten Ausgleich der Japaner durch den Stuttgarter Shinki Okazaki per Kopf (69.) sorgte der eingewechselte Sebastian Giovinco in der 86. Minute für die Entscheidung. Zuvor hätte auch Japan das Siegtor erzielen können, aber Okazaki und Kagawa trafen nacheinander nur Pfosten bzw. Latte des italienischen Tores (82.).

Brasilien und Italien spielen um Gruppensieg

"Das ist kein normales Spiel für mich", hatte Japans Trainer Alberto Zaccheroni vor der Kraftprobe mit seinen Landsleuten aus Italien gesagt. Normal war es wirklich nicht, was die Zuschauer in der WM-Arena Pernambuco zu sehen bekamen. Es war aufregend von der ersten bis zur letzten Minute, Japan war der unverdiente Verlierer.

Auch die drei Bundesliga-Profis in Japans Startelf spielten wichtige Rollen: Makoto Hasebe (VfL Wolfsburg) verursachte den Handelfmeter, der aber keiner war. Der Schalker Ushida traf ins eigene Tor und der Stuttgarter Okazaki verpasste nach seinem 3:3 das 4:3 für Japan ganz knapp.

Im Duell zwischen Italien und Brasilien, das nach zwei Siegen auch schon im Halbfinale steht, geht es nun am Samstag in Salvador nur noch um den ersten Platz in Gruppe A. Japan und Mexiko (beide null Punkte) sind vor ihrem Aufeinandertreffen bereits ausgeschieden.

© Süddeutsche.de/sid/mike/rela/jasch
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