Andreas Wolff als Ente? Da befindet sich der deutsche Nationaltorhüter in guter Gesellschaft, die Basketball-Brüder Franz und Moritz Wagner oder Fußballer Jamal Musiala wurden ebenfalls schon „duckifiziert“, also für das Micky Maus Magazin in Entenhausener Comicfiguren verwandelt. Wie oft vor sportlichen Großereignissen erscheint bei Egmont Ehapa Media ein Sondermagazin, mit dem auch vor der Handball-EM Kinder und Junggebliebene für die Sportart begeistert werden sollen.
Und wer wäre besser geeignet als die beiden deutschen Handballprofis, um dem schusseligen Donald Duck das Siebenmeterwerfen beizubringen? Es gibt Interviews mit Wolff, der Micky Maus erklärt, warum er so beweglich ist, und mit Juri Knorr, der erzählt, dass er schon als Kind von seinem Opa Comic-Hefte geschenkt bekam. Natürlich sind auch die Panzerknacker mit von der Partie: Die bösen Buben des Micky-Maus-Kosmos liefern sich mit dem Dänen Mathias Kidsel (Gidsel), Juri Knurr (Knorr), dem Norweger Magnus Rot (Rød) und Schwedens Jim Brotfridsson (Gottfridsson) ein Match. Bei dem sie natürlich vorgeführt werden und am Ende wie immer im Knast landen.
Die Frage, ob es vielleicht besser wäre, wenn Donald Duck für Deutschland zu den Strafwürfen antritt, wird erst der Turnierverlauf zeigen. Knorr jedenfalls ist mit seinem Zöpfchen relativ leicht zu identifizieren, während man für Wolff – volles Deckhaar, Kinnbart, kindliches Lachen – doch etwas Fantasie benötigt. Dabei stand der deutsche Torhüter bisher eher weniger für ein derart friedfertiges Erscheinungsbild. Vielleicht hat er deshalb kurz vor EM-Beginn dem ersten Gegner Österreich noch flugs „absoluten Anti-Handball“ attestiert, den keiner sehen wolle. Da war er wieder, der große, böse Wolff.
Und wer weiß, vielleicht wird der Trip der beiden in die Heimat von Donald Duck ja noch richtig wertvoll: Sammler zahlen schon mal vierstellige Beträge für alte und gut erhaltene Exemplare.

