EisschnelllaufClaudia Pechstein wird Bundestrainerin

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Neue Rolle bis Jahresende: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein.
Neue Rolle bis Jahresende: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein.
Sebastian Gollnow/dpa

Claudia Pechstein wird Eisschnelllauf-Bundestrainerin in der Disziplin Allround. Ihr Vorgänger stand bei den Olympischen Spielen unfreiwillig im Mittelpunkt.

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Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein übernimmt bis zum Jahresende das Amt der Bundestrainerin in der Disziplin Allround. Das gab die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) bekannt. Pechstein wird den Posten neben ihrer aktuellen Hauptfunktion als Bundesstützpunkt-Trainerin in Inzell ausführen. Zudem ist Andreas Kraus ab sofort neben seiner Hauptfunktion als Nachwuchscoach kommissarisch auch als Bundestrainer Sprint tätig.

„Beide Trainer genießen unser volles Vertrauen. Die Entscheidung gibt dem Verband und dem deutschen Eisschnelllauf Planungssicherheit bis zum Jahresende“, erklärte DESG-Präsident und Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große. „Bis dahin haben wir ausreichend Zeit, um einen geordneten Bewerbungsprozess durchzuführen und uns für die Trainer zu entscheiden, die unsere Sportlerinnen und Sportler zu Olympia 2030 führen werden.“

Die 54-Jährige folgt auf Alexis Contin, der in seiner Heimat die Entwicklung der Nationalmannschaft mit Blick auf die Winterspiele 2030 in Frankreich fördern soll. Contin hatte bei den Olympischen Spielen in Mailand unfreiwillig im Mittelpunkt gestanden, nachdem Eisschnellläufer Fridtjof Petzold ein gestörtes Verhältnis angeprangert hatte. DESG-Sportdirektorin Nadine Seidenglanz, Ehefrau von Contin, wies die Vorwürfe zurück. Die DESG war bereits zum vierten Mal hintereinander ohne Olympia-Medaille geblieben. Pechstein hatte ihre erfolgreiche Karriere im Vorjahr beendet.

Seit Olympia hatte es viel Wirbel um die DESG gegeben. Zu Beginn der Winterspiele in Italien hatte ein „Sportschau“-Bericht über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der DESG und ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze für Aufsehen gesorgt. Bei einem Medientermin nach Olympia hatte die Verbandsführung zwei ARD-Journalisten mit einem Hausverbot belegt und damit heftige Kritik ausgelöst. Die DESG-Spitze weist die Vorwürfe zurück.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hatte es geheißen, dass Matthias Große der Ehemann von Claudia Pechstein sei. Richtig muss es heißen: Große ist der Lebensgefährte von Claudia Pechstein.

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