Kurz vor Olympia:Omikron erreicht Chinas Hauptstadt Peking

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Kurz vor Olympia: "Wonderful Winter Olympics": Dieses Motto dürfte wohl schwer umzusetzen sein in China.

"Wonderful Winter Olympics": Dieses Motto dürfte wohl schwer umzusetzen sein in China.

(Foto: Lintao Zhang/Getty Images)

Die Infektion einer Frau führt in der Gastgeberstadt der Winterspiele zu weitreichenden Maßnahmen. Auch an anderen Orten gerät die Null-Covid-Strategie im Riesenreich in Gefahr.

Von Christoph Giesen, Peking

Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking hat die chinesische Hauptstadt erstmals einen Fall der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Staatsmedien veröffentlichten am Samstag sämtliche Orte, wie Einkaufszentren und Restaurants, die die infizierte Frau in den vorangegangenen 14 Tagen aufgesucht hatte. Etwa 13 000 Menschen wurden im Bezirk Haidian, in dem der Pekinger Fall entdeckt wurde, getestet - keines der Ergebnisse sei positiv gewesen, hieß es am Sonntag in Staatsmedien. Dennoch verschärften die Behörden die Reiseregeln.

Alle Besucher der Hauptstadt müssen sich künftig innerhalb von 72 Stunden nach Ankunft einem Covid-Test unterziehen. Die neue Vorgaben soll bis Ende März gelten. Bereits jetzt verlangt die Hauptstadt von Reisenden, dass sie sich 48 Stunden vor der Abreise testen lassen. Ohne ein negatives Resultat kann man kein Flugzeug oder einen Schnellzug nach Peking besteigen.

Trotz der weiterhin niedrigen Zahlen dürfte Omikron kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Viele Einwohner Pekings befürchten, dass die Maßnahmen in den kommenden Wochen noch restriktiver werden und sie während des Frühlingsfests, das in diesem Jahr auf den 1. Februar fällt, die Stadt womöglich nicht mehr verlassen können.

Dürfen Chinesen Peking gar nicht mehr verlassen?

Drei Tage nach dem chinesischen Neujahr sollen in Peking dann die Winterspiele mit einem strengen Corona-Konzept beginnen. Sämtliche Teilnehmer des Sportereignisses werden vom Rest der Bevölkerung abgeschirmt, um Infektionen außerhalb der Olympia-Blase zu vermeiden.

Derzeit haben neben Peking bereits mehrere andere Landesteile Infektionen der hochansteckenden Virusvariante gemeldet, etwa in Shanghai und in der Hafenmetropole Tianjin, die nur eine Autostunde von der chinesischen Hauptstadt entfernt ist. Auch in den Provinzen Henan, Liaoning und Guangdong wurde die Mutante nachgewiesen.

In Tianjin hat die Stadtverwaltung in einer dritten Runde von Massentests, die am Samstag begann, 59 neue Fälle festgestellt. Bei wie vielen davon es sich um Omikron handelt, wurde nicht aufgeschlüsselt. Insgesamt meldeten die Behörden für den 15. Januar 119 neue bestätigte Covid-Fälle, einschließlich importierter Infektionen; am Vortag waren es 165 Fälle gewesen, wie die Nationale Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte.

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