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Premier League:Chelsea trennt sich von Trainer Lampard - Tuchel soll folgen

Thomas Tuchel als Trainer von Paris Saint-Germain

Dirigent an der Seitenlinie: Thomas Tuchel soll nun aus dem FC Chelsea ein funktionierendes Orchester formen.

(Foto: Dave Thompson/dpa)

Der Londoner Klub reagiert auf die anhaltende sportliche Krise - nun könnte Thomas Tuchel die Saison retten.

Thomas Tuchel soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge Trainer des englischen Premier-League-Klubs FC Chelsea werden. Der 47-Jährige werde demzufolge noch am Montag Frank Lampard ersetzen, dessen Ablösung der Klub am Mittag verkündete.

"Es war für den Klub eine sehr schwierige Entscheidung, nicht zuletzt, weil ich eine exzellente Beziehung zu Frank und den größten Respekt vor ihm habe", lässt sich Klub-Besitzer Roman Abramowitsch zitieren: "Er ist ein Mann von großer Integrität, und er besitzt höchste Arbeitsmoral. Dennoch glauben wir, dass es unter den aktuellen Umständen das Beste ist, den Teammanager zu wechseln." Bis ein Nachfolger gefunden sei, wolle sich Chelsea nicht weiter äußern, hieß es in der Pressemitteilung weiter.

Der frühere Bundesliga-Trainer Tuchel war zuletzt bei Paris Saint-Germain beschäftigt, sein Vertrag in der französischen Hauptstadt war vor Weihnachten aufgelöst worden. Die Mannschaft um das deutsche Nationalmannschaftstrio Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger soll den Berichten zufolge angewiesen worden sein, sich erst am Montagnachmittag auf dem Trainingsgelände einzufinden.

Klub-Ikone Lampard stand wochenlang unter Druck. In der Premier League liegen die Blues nur auf dem neunten Platz. Dabei war das Team im Sommer für mehr als 100 Millionen Euro unter anderem mit Werner und Havertz verstärkt worden. Als Kandidaten auf den Trainerjob an der Stamford Bridge wurde zuletzt auch Ralf Rangnick gehandelt. Entschieden haben sollen sich die Verantwortlichen aber für Tuchel.

Werner hatte sich am Sonntag auf der Audio-App Clubhouse zurückhaltend zur Trainer-Debatte geäußert. "Ich weiß nicht, ob ein neuer Trainer kommt. Ich bin auch nicht berechtigt, zu sagen: 'Der muss weg oder es muss ein Neuer her.'" Es habe auch unter Lampard geklappt. "In den letzten Spielen haben wir ziemlich verhalten nach vorne gespielt. Wenn sich das wieder ändert, werden wir auch wieder gewinnen."

© SZ/dpa/sid/tbr
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