Champions League:Alles nur Zufall?

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Alles nur Zufall? Natürlich möglich. Das Magazin 11 Freunde sprach mit Holger Drees vom Institut für Mathematische Statistik und Stochastische Prozesse an der Uni Hamburg. Der sagt: Alles halb so wild. Manche Begegnungen seien laut Regularien gar nicht möglich, schließlich dürften Teams aus einem Land im Achtelfinale gar nicht aufeinandertreffen.

Drees findet: "Berücksichtigt man aber, dass es in den verschiedenen Ligen über die Jahre vermutlich zu Hunderten ähnlicher Ziehungen kommt, so scheint es kein übermäßig erstaunliches Ergebnis, dass es irgendwann zu einer solchen Doppelung kommt." Die Wahrscheinlichkeit läge immerhin bei mehr als 0,2 Promille.

Außerdem gab es leichte Abweichungen beim Testlauf. Es wurden zwar dieselben Partien gezogen, jedoch in einer anderen Reihenfolge. So wurde die Partie Galatasaray Istanbul gegen Schalke 04 am Donnerstag beispielsweise direkt zu Beginn gezogen. Beim Test am Mittwoch war sie als letzte übrig geblieben.

Die Uefa sagt bislang nicht viel zu den Vorwürfen. Man werde den Vorgang prüfen, heißt es, und anschließend eine Presseerklärung abgegeben. Es gäbe viele verschiedene technische Proben vor der Auslosung, nur bei einer sei das gleiche Ergebnis angezeigt worden, sagt eine Uefa-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa: "Es war nur ein Zufall, dass der Fernsehsender gerade diesen Test gefilmt hat."

Nur Zufall? Vielleicht. Aber auf jeden Fall wird das den Leumund des Verbands bei den vielen Verschwörungstheoretikern in dieser Fußballwelt nicht verbessern.

Mit Material von dpa und sid

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