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Champions League:Rashford lässt Leipzig leiden

Marcus Rashford (re.): Drei Tore gegen RB Leipzig

(Foto: AP)

RB Leipzig kassiert eine 0:5-Pleite gegen Manchester United, Timo Werner schießt für Chelsea sein erstes Champions-League-Tor. Barcelona siegt gegen Juventus, auch Thomas Tuchel jubelt.

Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat beim Gala-Auftritt von Marcus Rashford im "Theater der Träume" ein böses Erwachen erlebt. Der Halbfinalist der Vorsaison verlor am Mittwochabend das zweite Gruppenspiel der Champions League beim englischen Rekordmeister Manchester United mit 0:5 (0:1) und kassierte nach einer insgesamt schwachen Leistung die erste Saisonniederlage.

Mason Greenwood (21.), der eingewechselte Rashford (74./78./90.+2) und Anthony Martial (87.) per Foulelfmeter trafen vor leeren Rängen in Old Trafford zum verdienten Sieg für Manchester, das die Gruppe H mit sechs Punkten anführt. Leipzig hatte sich zum Auftakt in der vergangenen Woche gegen den türkischen Meister Basaksehir Istanbul (2:0) durchgesetzt und liegt nun punktgleich mit Paris St. Germain auf dem dritten Tabellenplatz.

Tor-Premiere für Timo Werner

Timo Werner schoss den FC Chelsea zum ersten Dreier in der Champions League, und auch Trainer Thomas Tuchel durfte mit Paris St. Germain aufatmen: Zwei Pflichtsiege haben die Mitfavoriten in der Gruppenphase der Königsklasse auf Kurs gebracht. Während die Londoner mit dem Torschützen Werner und dessen Nationalmannschaftskollegen Kai Havertz und Antonio Rüdiger 4:0 (1:0) beim russischen Vertreter FK Krasnodar gewannen, setzte sich PSG mit 2:0 (0:0) beim Außenseiter Istanbul Basaksehir durch.

Im Duell der Giganten hatte Weltfußballer Lionel Messi mit dem FC Barcelona beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin mit 2:0 (1:0) die Nase vorn. Sein ewiger Konkurrent Cristiano Ronaldo war zwei Wochen nach einem positiven Coronatest nur Zuschauer und stinksauer. "Bullshit" seien die Tests, schrieb der Portugiese, der nach Angaben des Senders TV1 bereits 18-mal positiv getestet wurde.

Dortmund-Bezwinger Lazio Rom kam nach einem Corona-Ausbruch mit stark dezimiertem Kader zu einem 1:1 (1:1) beim belgischen Meister FC Brügge. Europa-League-Sieger FC Sevilla setzte sich mit 1:0 (0:0) gegen Stade Rennes durch. Dynamo Kiew verspielte beim 2:2 (2:0) bei Ferencvaros Budapest einen 2:0-Vorsprung.

Neymar muss verletzt raus

Chelsea, mit einer Nullnummer gegen Sevilla gestartet, verschenkte die Chance zur frühen Führung leichtfertig. Jorginho schoss einen Foulelfmeter an den Pfosten, Werners Nachschuss wurde geblockt (14.). Der von Bayern München lange umworbene Callum Hudson-Odoi verwertete eine Vorarbeit von Havertz 23 Minuten später zum 1:0 der Londoner - unter kräftiger Mithilfe von Torhüter Matwej Safonow. Werner sorgte mit einem verwandelten Handelfmeter (76.) für die Entscheidung. Zudem trafen Hakim Ziyech (80.) und Christian Pulisic (90.).

PSG, ohne den am Oberschenkel verletzten Weltmeister Julian Draxler, hatte eine Woche nach dem 1:2 gegen Manchester United lange Zeit große Probleme mit dem türkischen Meister. Zudem schied Neymar früh verletzt aus (26.). Mit einem Doppelpack (64. und 79.) erlöste Moise Kean Tuchel, der trotz des Finaleinzugs in der vergangenen Saison schon wieder unter Druck steht. Nationalspieler Thilo Kehrer kam erst in der Schlussphase zum Einsatz.

Barca, am Samstag beim 1:3 im Clasico gegen Real Madrid noch schwach, ging in Turin nach furiosem Beginn früh durch den Ex-Dortmunder Ousmane Dembele nach Vorarbeit von Messi in Führung (14.). Juve enttäuschte ohne Ronaldo über weite Strecken, der vermeintliche Ausgleich durch Alvaro Morata (55.) wurde nach Videobeweis zurückgenommen - es war der dritte Abseitstreffer des Spaniers. Messi entschied das Spiel vom Elfmeterpunkt (90.+1). Für Sevilla traf der Ex-Gladbacher Luuk de Jong (56.).

© SZ.de/sid/schm
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