Champions League:Sabitzer denkt an Sandhausen

Was das heiße? "Glauben Sie, die hätten dann auf die Weise gewonnen, wie sie es taten?", fragte Mourinho in die Runde - und neidete den Leipzigern auch ihre Reservebank. "Spieler wie Forsberg oder Poulsen hätten in meinem Team gespielt." Wobei sich Poulsen nur warmmachen durfte - im Gegensatz zu Forsberg, der spät eingewechselt wurde und in der 87. Minute noch den 3:0-Endstand herstellte. "Ich bin superstolz auf die Mannschaft", sagte der Schwede.

Eingewechselt wurde Forsberg für einen Spieler, der mit außergewöhnlich lautem Applaus verabschiedet wurde: Kapitän Marcel Sabitzer. Er hatte in der zehnten und in der 21. Minute die ersten beiden Treffer erzielte. Beim ersten Tor war er aus 19 Metern erfolgreich; beim zweiten Treffer bugsierte er eine Angelino-Flanke ins Tor, jeweils unter Mithilfe von Tottenham-Torwart Hugo Lloris. "Das werde ich jetzt, glaube ich, nicht mehr vergessen. Es ist ein Abend für die Geschichtsbücher. Mit Schlafen wird's schwierig. Ich bin geladen. Das wird mir noch durch den Kopf gehen." Und er erzählte auch, dass man bei der Hygiene den Bogen in die jüngere Vergangenheit gespannt habe. "In der Dusche haben wir uns daran erinnert, dass wir hier vor vier Jahren gegen Sandhausen 1:0 verloren haben. Und jetzt schlagen wir Tottenham mit einem Gesamt-Score von 4:0 ..."

Boss Mintzlaff wiederum erinnerte daran, dass man den Fokus wieder auf die Bundesliga legen müsse. Am Samstag steht die Partie gegen den SC Freiburg an (15.30 Uhr/Sky), es wird im Gegensatz zur Champions-League-Partie ein Geisterspiel. Mintzlaff verteidigte die Entscheidung, am Dienstag vor Zehntausenden gespielt zu haben. Mintzlaff erklärte zwar, dass die Gesundheit auch für RB oberste Priorität habe. Wäre ja noch schöner. Im Grunde klang er so, als habe man mit der "zu diesem Zeitpunkt richtigen Entscheidung" nicht sehr viel zu tun gehabt. "Es ist nicht so, dass wir drängen und sagen: Wir müssen hier mit Fans zu spielen." Andererseits: Das Gesundheitsamt habe "völlig richtig gehandelt". Und "dagegen haben wir uns natürlich auch nicht gewehrt".

© SZ.de/ska
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