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Champions League:Kandidat Frankfurt

Frankfurt Stadion

Könnte ein Kandidat für ein mögliches Finalturnier in der Champions League sein: das Eintracht-Stadion in Frankfurt.

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Die Entscheidung um Titel in der Königsklasse wird wohl in einem Finalturnier fallen, das Stadion der Eintracht soll ein Kandidat für die Austragung sein.

Die Vereinshymne von Eintracht Frankfurt wird zwar nicht den Ausschlag geben - das Lied vom Fußball im "Herzen von Europa" könnte demnächst aber eine ganz neue Bedeutung bekommen. Schließlich soll die Mainmetropole mit ihrer Umgebung bis nach Mainz und Sinsheim zu den Kandidaten für die Ausrichtung eines Finalturniers der Champions League im August gehören. Sportvorstand Rouven Schröder vom Frankfurter Ligarivalen FSV Mainz 05 bestätigte entsprechende Planspiele. "Kenntnis davon haben wir definitiv. Es ist auch schön, dass unser Stadion mit genannt wird und im Fokus ist", sagte Schröder: "Es ist aber noch nicht spruchreif, irgendwelche Dinge zu bewerten und öffentlich zu benennen."

Im Gegensatz zu Schröder ließen die Europäische Fußball-Union (Uefa) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) offen, was genau an dem Bericht der Bild-Zeitung dran ist. Die Uefa erklärte nur: "Wir schauen uns zusammen mit den Klubs, Ligen und nationalen Verbänden alle Optionen an. Das betrifft den Zeitrahmen sowie den Modus, in dem gespielt werden soll. Bislang wurden noch keine Entscheidungen getroffen, das sollte sich aber beim Treffen des Exekutivkomitees am 17. Juni ändern."

Die Europacup-Wettbewerbe sind unterbrochen. Das Finale in der Königsklasse war eigentlich für Pfingstsamstag in Istanbul vorgesehen. Die Stadt ist nun aber laut Medienberichten nicht mehr im Rennen. Dass die Champions League nach den ausstehenden vier Achtelfinal-Rückspielen (der FC Bayern zum Beispiel hat im Hinspiel 3:0 beim FC Chelsea gewonnen) im üblichen Format mit Hin- und Rückspiel fortgesetzt wird, ist aufgrund des engen Zeitfensters praktisch ausgeschlossen. Ein Blitzturnier mit K.o.-Spielen ohne Zuschauer wäre eine mögliche Lösung.

Laut Bild hat die Uefa am Mittwoch Ausschreibungsunterlagen an die Mitgliederverbände geschickt. Die Gastgeberstadt muss offenbar vier Stadien benennen, die in einem Umkreis von etwa hundert Kilometern liegen. Dafür kämen neben der Frankfurter Arena die Stadien in Mainz, Darmstadt, Wiesbaden, Kaiserslautern, Karlsruhe, Sinsheim infrage. Auch Portugal und Russland gelten als Kandidaten für ein Turnier, das in ungefähr zehn Tagen über die Bühne gehen soll. Mit von der Partie wäre in jedem Fall RB Leipzig. Der Bundesligist ist wie Paris St. Germain, Atalanta Bergamo und Atlético Madrid bereits für das Viertelfinale qualifiziert.

© SZ vom 05.06.2020 / sid

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