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Champions League:Juventus Turin rettet sich ins Viertelfinale

Tottenham Hotspur v Juventus - UEFA Champions League Round of 16: Second Leg

Effektiv wie immer: Paulo Dybala (rechts) und Gonzalo Higuain von Juventus Turin.

(Foto: Getty Images)

Juventus Turin hat im Fußball-Tempel Wembley die Nerven behalten und nach einer Aufholjagd das Viertelfinale der Champions League erreicht. Der Vorjahresfinalist um Weltmeister Sami Khedira rang vor 84.010 Zuschauern Gastgeber Tottenham Hotspur nach Rückstand mit 2:1 (0:1) nieder und darf weiter vom Triple träumen. Im Hinspiel hatten sich beide Teams 2:2 getrennt.

"Wir haben große Mentalität bewiesen und immer an uns geglaubt", sagte Khedira nach dem Spiel bei Sky: "Wir wussten, dass Tottenham eine unfassbar gute Mannschaft hat, aber die Champions League ist ein Wettbewerb, in dem man bis zur letzten Sekunde fighten muss. Den Glauben und die Geduld nicht zu verlieren, das hat es heute ausgemacht."

Gedenkminute für Davide Astori

In Manchester City kassierte auch der zweite englische Klub am Mittwoch eine Niederlage. Der Titelanwärter mit seinen beiden deutschen Nationalspielern Ilkay Gündogan und Leroy Sane in der Startelf verlor nach einem 4:0 in der Schweiz im Rückspiel gegen den FC Basel 1:2 (1:1), konnte diese Pleite aber weitaus besser verkraften als Ligarivale Tottenham.

In London stellten der schon im ersten Duell zweimal erfolgreiche Gonzalo Higuain (64.) und Paulo Dybala (67.) mit ihrem Doppelschlag das Geschehen auf dem Kopf und brachten den zuvor 14-mal ungeschlagenen Spurs wieder eine Heimniederlage bei. Vor der Pause hatte der langjährige Bundesliga-Profi Heung-Min Son (39.) die Londoner völlig verdient in Führung geschossen, dann jedoch schlug Turin eiskalt zurück. In der 90. Minute hatte Juve Glück, als Spurs-Torjäger Harry Kane nur den Pfosten traf.

Die Begegnung stand zunächst ganz im Zeichen des Gedenkens an Davide Astori. Bei der Schweigeminute für den am Sonntag verstorbenen Kapitän des AC Florenz herrschte in der prall gefüllten Arena Stille. Juve bestritt als erstes Serie-A-Team nach dem plötzlichen Tod des 31-Jährigen ein Pflichtspiel. Mit geschlossenen Augen standen die Spieler am Mittelkreis, Juve-Fans hielten Fotos von Astori in den Händen. Anschließend erlebten die Besucher eine packende Begegnung.

Das konnte man von der Partie in Manchester nicht behaupten. Gabriel Jesus sorgte in der achten Minute noch für einen guten Start für das Guardiola-Team. Mohamed Elyounoussi (17.) und Michael Lang (71.) drehten die Partie für die Gäste, die sich trotz der ausweglosen Situation so teuer wie möglich verkauften und sich erhobenen Hauptes aus der Königsklasse verabschiedeten.

Gündogan, der im Hinspiel zweimal getroffen hatte, und Sane zählten in einer besseren B-Elf der englischen Tabellenführers zu den auffälligsten Akteuren. Der Topfavorit wurde am Ende aber für seine lässige Spielweise bestraft.

© SZ.de/sid/ebc
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