bedeckt München

Skispringen:Morgenstern beendet Saison vorzeitig

Previews - Winter Olympics Day -1

Thomas Morgenstern setzt die Weltcup-Saison nach Olympia nicht fort.

(Foto: Getty Images)

Der österreichische Skispringer Thomas Morgenstern bricht den Weltcup vorzeitig ab - seine Zukunft lässt er offen. Mats Hummels reist trotz Verletzung mit Borussia Dortmund nach St. Petersburg. Der FC Barcelona zahlt wegen des Neymar-Transfers eine zweistellige Millionensumme an das Finanzamt nach.

Skispringen, Thomas Morgenstern: Einen Tag nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Sotschi hat der österreichische Skispringer Thomas Morgenstern seinen frühzeitigen Ausstieg aus dem Weltcup bekannt gegeben. Zudem will der 27-Jährige, der in Russland mit dem Team hinter Deutschland die Silbermedaille gewonnen hatte, in den kommenden Tagen über seine Zukunft entscheiden. Nach zwei schweren Stürzen in dieser Saison scheint ein Rücktritt möglich. "Mein Ziel ist es jetzt erst einmal, mich zu erholen und meine Therapie fortzuführen. Die vergangenen Wochen waren emotional sehr intensiv. Das möchte ich jetzt in Ruhe aufarbeiten, daher habe ich mich entschieden, auf die restlichen Wettkämpfe der aktuellen Saison zu verzichten", schrieb Morgenstern auf seiner Homepage.

Morgenstern war am 15. Dezember in Titisee-Neustadt und am 10. Januar in Bad Mitterndorf schwer gestürzt. Nach dem zweiten Unfall hatte er vier Tage auf der Intensivstation gelegen und war gerade rechtzeitig für Olympia in Russland fit geworden. Der nächste Weltcup findet bereits ab Dienstag im schwedischen Falun statt.

Fußball, Borussia Dortmund: Mit Mats Hummels und Robert Lewandowski ist Borussia Dortmund am Montagvormittag in Richtung St. Petersburg aufgebrochen. Lewandowski hat seine Erkältung größtenteils auskuriert und kann im Achtelfinal-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg am Dienstag aller Voraussicht nach spielen. Hinter dem Einsatz von Hummels (Fußverletzung) steht allerdings ein dickes Fragezeichen. Erst nach dem Abschlusstraining soll eine Entscheidung fallen.

"Wir werden dort wieder ganz anders auftreten", versprach Trainer Jürgen Klopp nach dem ernüchternden 0:3 beim Hamburger SV am Samstag. "Wir sind durch das Hamburg-Spiel gewarnt. Wir lassen aber nicht zu, dass nach der Niederlage alles schlechtgeredet wird", sagte Kapitän Sebastian Kehl, "St. Petersburg verfügt über eine starke Mannschaft, die in Deutschland unterschätzt wird." Für den BVB spricht aber unter anderem die andauernde Winterpause in Russlands Ligen. Das erste Punktspiel steht erst am 9. März für St. Petersburg und damit zehn Tage vor dem Rückspiel in Dortmund auf dem Plan. Dennoch ist Vorsicht angesagt. "Unsere Mannschaft ist fit, und wir sind alle voll konzentriert auf das Spiel. Ein Plus ist unser großes Kämpferherz", warnte der Ex-Münchner Anatoli Timoschtschuk.

Fußball, FC Barcelona: Der FC Barcelona zahlt für die Verpflichtung des brasilianischen Fußballstars Neymar an das Finanzamt 13,6 Millionen Euro Steuern nach. Dies gab der spanische Meister am Montag bekannt. Die Zahlung erfolge für den Fall, dass die Justiz in ihren Ermittlungen zu dem Schluss komme, dass einzelne Summen des Neymar-Transfers nicht korrekt versteuert worden seien. Der Club wies den Verdacht des Ermittlungsrichters Pablo Ruz zurück, Barça habe das Finanzamt betrogen. "Der Verein hat kein Steuerdelikt begangen", betonte die Clubführung. "Der FC Barcelona ist dem Finanzamt nichts schuldig."

Fußball, Diego Maradona: Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona wird bei der WM in Brasilien als Experte für den südamerikanischen Sender teleSUR kommentieren. "Ich habe gerade den aufregendsten Vertrag meiner Karriere unterschrieben", sagte Maradona der argentinischen Sportwebseite canchallena.com. "Das wird Fußball mit Politik. Das ist es, was mir am meisten gefällt." Maradona wird mit Víctor Hugo Morales, einem der bekanntesten Sportjournalisten Südamerikas, zusammenarbeiten. Hauptgeldgeber von teleSUR ist Venezuela. Der Sender kann in ganz Südamerika empfangen werden.

Maradona hatte sich bereits mehrfach als Kommentator versucht. Bei der WM 1994 in den USA - bei der er selbst noch als Spieler aktiv war - kommentierte er ein Spiel für einen argentinischen Sender. 1998 sollte er die WM in Frankreich mitanalysieren, reiste aber nicht an. 2002 erhielt er sein Visum für Japan erst kurz vor dem Endspiel zwischen Deutschland und Brasilen (0:2), verfolgte es letztlich aber nur von der Tribüne aus. 2006 analysierte er die WM für den spanischen Sender Cuatro.

Tennis, Florian Mayer: Davis-Cup-Spieler Florian Mayer ist beim ATP-Turnier in Dubai an seiner Auftakthürde gescheitert. Der 30-Jährige unterlag dem Italiener Andreas Seppi bei der mit rund 2,3 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung nach 1,58 Stunden 6:4, 1:6, 5:7. Durch die Erstrunden-Niederlage verpasste Mayer ein mögliches Achtelfinale gegen Philipp Kohlschreiber. Der Augsburger trifft auf Thiemo de Bakker aus den Niederlanden. Benjamin Becker spielt gegen den früheren Weltranglistenersten Roger Federer aus der Schweiz.

Bundesliga, Alexander Manninger: Der FC Augsburg hat den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Torwart Alexander Manninger um ein Jahr verlängert. Das teilte der Verein am Montag mit. Der 36 Jahre alte Österreicher war im November 2012 zum FCA gewechselt und kam seitdem 22 Mal für die Schwaben in der Fußball-Bundesliga zum Einsatz. In den vergangenen Partien hatte Manninger erfolgreich Marwin Hitz (Bauchmuskelverletzung) vertreten, der sich in dieser Saison den Status der Nummer eins beim FCA erkämpfen konnte. Der 26 Jahre alte Schweizer steht in Augsburg noch bis 2016 unter Vertrag.

Fußball, EM-Qualifikation: DFL-Chef Christian Seifert hat dem UEFA-Präsidenten Michel Platini Überheblichkeit im Zusammenhang mit der Diskussion über die Fußball-EM 2016 vorgeworfen. Platini hatte Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff für deren Kritik am neuen EM-Format mit 24 Teilnehmern gerüffelt: "Wem das nicht gefällt, der muss ja nicht mitspielen." Seifert sagte nun: "Ich finde es etwas überheblich für einen UEFA-Präsidenten, und vielleicht sollten wir einfach nicht spielen. Dann schauen wir mal, was die Europameisterschaft noch wert ist."

Vor einer EM-Endrunde mit 24 von 54 UEFA-Mitgliedsverbänden müsse man "ehrlicherweise nicht noch einmal sehr lange eine Qualifikation" spielen, kritisierte Seifert. Zu Gibraltar als Gegner für die deutsche Nationalef in der Quali sagte er: "Prompt haben wir diesen Riesenkracher dann auch bekommen." Gibraltar ist neben Irland, Polen, Schottland und Georgien der fünfte Qualifikationsgegner der deutschen Nationalmannschaft auf dem Weg nach Frankreich.

Bundesliga, Mönchengladbach: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat Fabian Johnson vom Ligakonkurrenten 1899 Hoffenheim ab 1. Juli des laufenden Jahres verpflichtet. Das gab der fünfmalige deutsche Meister am Montag bekannt. Der 26 Jahre alte US-Nationalspieler erhält bei den Fohlen einen Vertrag bis 30. Juni 2018. "Fabian Johnson ist ein sehr interessanter, ablösefreier Spieler, der auf beiden Außenbahnen defensiv und offensiv spielen kann. Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Johnson hat in der Bundesliga bisher 91 Spiele (6 Tore) für den VfL Wolfsburg (2009 bis 2011) und für 1899 Hoffenheim (seit 2011) bestritten. Für die US-Auswahl absolvierte er bisher 16 Länderspiele und hofft auf die WM-Teilnahme in Brasilien.

Fußball, Portugal: Drei Tage nach dem 2:2 gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt hat der portugiesische Fußball-Meister FC Porto die nächste Enttäuschung einstecken müssen. Der frühere Champions-League-Sieger unterlag am Sonntagabend GD Estoril Praia 0:1 (0:0) und verliert damit als Dritter die Tabellenspitze allmählich aus den Augen. Für Porto war es schon die dritte Liga-Pleite im Jahr 2014. Benfica Lissabon hatte am Montagabend die Chance, mit einem Sieg gegen Vitoria Guimaraes auf sieben Punkte davonzuziehen. Porto gastiert am Donnerstag zum Zwischenrunden-Rückspiel in Frankfurt.

Basketball, BBL: Die Basketballer von Bayern München haben sich auch gegen die Walter Tigers Tübingen keine Blöße gegeben. Der Tabellenführer setzte sich am Sonntagabend beim Schlusslicht mit 78:70 durch und feierte damit seinen 20. Saisonsieg. Zwei Tage nach dem hartumkämpften Erfolg in der Euroleague gegen Kuban Krasnodar machten die Bayern schon vor der Pause alles klar. Bester Werfer bei den Gästen war Bryce Taylor mit 20 Punkten. Bei den Gastgebern kam Tyrone Nash auf 25 Zähler. Im zweiten Sonntagsspiel deklassierten die Telekom Baskets Bonn die Fraport Skyliners Frankfurt mit 74:54 und machten damit einen großen Schritt in Richtung Playoffs.

Fußball, Italien: Rückschlag für Inter, Sieg für den AC: Im Kampf um die Europapokalplätze in der ersten italienischen Fußball-Liga haben die Mailänder Klubs am 25. Spieltag Licht und Schatten erlebt. Inter kam über ein 1:1 (0:1) gegen Cagliari Calcio nicht hinaus und liegt als Fünfter nur noch einen Punkt vor dem Verfolger Hellas Verona, der 3:2 (3:0) beim AS Livorno siegte. Milan setzte sich dagegen bei Sampdoria Genua mit 2:0 (1:0) durch und verringerte als Tabellenneunter den Rückstand auf den Lokalrivalen auf fünf Zähler. Adel Taarabt (12.) und Adil Rami (58.) trafen für die Lombarden, denen nach dem 0:1 im Hinspiel gegen Atlético Madrid das Achtelfinal-Aus in der Champions League droht. Für Inter glich Rolando (52.) den Rückstand durch Mauricio Pinilla (40.) aus. An der Tabellenspitze steuert Rekordmeister Juventus Turin weiter unbeirrt seinem 30. Scudetto entgegen. Nach dem 1:0 (1:0) gegen den FC Turin durch ein Tor von Carlos Tévez (30.) ist der Spitzenreiter seit 17 Ligaspielen ungeschlagen, der Vorsprung vor dem Zweiten AS Rom beträgt neun Punkte.

Fußball, Frankreich: Fünf Tage nach seinem Doppelpack in der Champions League bei Bayer Leverkusen (4:0) hat Zlatan Ibrahimovic vom französischen Meister Paris St. Germain seine Top-Form einmal mehr unter Beweis gestellt. Beim 4:2 (1:1) beim FC Toulouse am 26. Spieltag war der schwedische Nationalstürmer dreimal (32., Elfmeter, 69., 89.) erfolgreich. Er stockte sein Saisontrefferkonto auf 22 auf. Der Argentinier Ezequiel Lavezzi (56.) zeichnete für das vierte PSG-Tor verantwortlich. Für Toulouse war Ben Yedder (44./72.) zweimal erfolgreich. Paris verteidigte damit das Fünf-Punkte-Polster auf Verfolger AS Monaco.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/jbe/jom

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite