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Champions League:Gladbach nähert sich dem Knockout

Borussia Monchengladbach v Celtic - UEFA Champions League Group Stage - Group C

Entscheidendes Foul von Julian Korb (li.): Brachte Moussa Dembelé im Strafraum zu Fall

(Foto: REUTERS)

Von Ulrich Hartmann, Mönchengladbach

Eine dreiviertel Stunde lang hat am Dienstagabend wenig darauf hingedeutet, dass Borussia Mönchengladbach einen der bedeutsamsten Europapokalsiege der Vereinsgeschichte noch verschenken sollte. Der Kapitän Lars Stindl hatte gegen Celtic Glasgow in der 32. Minute die Führung erzielt, und vor allem in der zweiten Halbzeit hatten die Gladbacher zahlreiche Chancen zum zweiten Treffer ausgelassen. Ein Sieg hätte ihnen den dritten Gruppenplatz und das Überwintern im internationalen Geschäft bereits so gut wie gesichert. Doch eine Viertelstunde vor Schluss ließ der Abwehrspieler Julian Korb diese Träume vorerst zerplatzen, als er mit einem Foul im Strafraum seinen Platzverweis provozierte sowie einen Elfmeter, den Moussa Dembelé zum 1:1 (1:0)-Endstand verwandelte.

Mit jetzt vier Punkten können die Rheinländer als Tabellendritter in der Gruppe C noch von Celtic (zwei Zähler) eingeholt werden. Beide Teams dürften den Einzug in die Europa-League-Zwischenrunde unter sich ausmachen. Der Zweite Manchester City hat bereits sieben Punkte eingeheimst ist nur theoretisch einzuholen. Gladbach und Celtic spielen jeweils noch gegen die Engländer und den FC Barcelona.

Mit Thorgan Hazard für Mahmoud Dahoud und Tobias Strobl für Tony Jantschke hatte der Trainer André Schubert zu Beginn zwei Startspieler ersetzt in jener Mannschaft, die er nach einem zähen Nullzunull gegen Frankfurt als ermattet umschrieben hatte. Aber erstens fehlen den Borussen die großen Alternativen, und zweitens ist die Champions League für beanspruchte Fußballer ein Stimulationsmittel. Schubert behielt die zuletzt erfolgreiche Viererabwehrkette bei, auch deshalb, weil das im Hinspiel so gut funktionierte, dass Gladbach in Glasgow 2:0 gewann.

Doch diesmal gestaltete sich die Aufgabe mühsamer, weil die Schotten defensiver standen und die Gastgeber zur Spielgestaltung zwangen. Dass die Gladbacher sich damit zuletzt schwer getan hatten, haben die Celtics sicher in den Analysevideos der Bundesligaspiele gesehen. In der Liga hat Gladbach zuletzt vier Mal nacheinander kein Tor geschossen. Obwohl die Gastgeber 23 Minuten lang nichts anbrennen ließen, hatten die Schotten die erste Chance, als Scott Sinclair den Ball in der 24. Minute aus 18 Metern an den Innenpfosten zirkelte und der Torwart Yann Sommer statt langer Arme nur lange Augen machte.

Doch acht Minuten später erfüllte der genesene Hazard seine Rolle als Impulsgeberg, als er einen Steilpass von Christoph Kramer in den Strafraum trocken in die Mitte verlängerte, wo er Kapitän Stindl zum 1:0 einschießen sah. Ab dieser 32. Minute änderte sich das Spiel, weil die Schotten nun mit dem Rücken zur Wand standen und mehr riskieren mussten. Drei Minuten vor der Pause kamen sie zu ihrer ersten Ecke, nachdem sie den Gladbachern zuvor bei sechsen hatten zusehen müssen.

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