MeinungChampions LeagueDer Schandfleck des italienischen Fußballs hat ein paar saubere Stellen

Kommentar von Thomas Hürner

Lesezeit: 2 Min.

Die Chancen von Mario Pasalic und Atalanta Bergamo aufs Viertelfinale sind nach dem 1:6 gegen die Bayern im Hinspiel äußerst gering. Aber ist deshalb alles furchtbar?
Die Chancen von Mario Pasalic und Atalanta Bergamo aufs Viertelfinale sind nach dem 1:6 gegen die Bayern im Hinspiel äußerst gering. Aber ist deshalb alles furchtbar? Daniele Mascolo/Reuters

Die Aussicht auf ein Champions-League-Viertelfinale ohne italienische Klubs löst im Land Entsetzen aus. Ganz so trostlos ist die Lage aber gar nicht.

Es ist noch gar nicht lange her, da galt Italiens Fußball als unheilbar krank. Dann wieder als putzmunter und lebendig. Tot, krank, dynamisch, vital: Man kann durcheinanderkommen bei diesem Auf und Ab, bei diesem ewigen Seiltanz zwischen Jenseits und Diesseits, der am Beispiel des einst ausschließlich ruhmvollen Calcio aufgeführt wird. Das 1:6 von Atalanta Bergamo am Dienstag gegen den FC Bayern hat nun den De-facto-Kahlschlag der italienischen Königsklassenvertreter zur Folge; solch eine Schmach wird südlich der Alpen, kleiner geht’s nicht, immer und ausschließlich auf der Metaebene verhandelt. „Italien, das sind wir“, stellte die Gazzetta dello Sport nicht ganz unzutreffend fest: „Nicht Atalanta hat den Narren gemacht, sondern unser Fußball.“

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