Es ist noch gar nicht lange her, da galt Italiens Fußball als unheilbar krank. Dann wieder als putzmunter und lebendig. Tot, krank, dynamisch, vital: Man kann durcheinanderkommen bei diesem Auf und Ab, bei diesem ewigen Seiltanz zwischen Jenseits und Diesseits, der am Beispiel des einst ausschließlich ruhmvollen Calcio aufgeführt wird. Das 1:6 von Atalanta Bergamo am Dienstag gegen den FC Bayern hat nun den De-facto-Kahlschlag der italienischen Königsklassenvertreter zur Folge; solch eine Schmach wird südlich der Alpen, kleiner geht’s nicht, immer und ausschließlich auf der Metaebene verhandelt. „Italien, das sind wir“, stellte die Gazzetta dello Sport nicht ganz unzutreffend fest: „Nicht Atalanta hat den Narren gemacht, sondern unser Fußball.“
MeinungChampions LeagueDer Schandfleck des italienischen Fußballs hat ein paar saubere Stellen
Kommentar von Thomas Hürner
Lesezeit: 2 Min.

Die Aussicht auf ein Champions-League-Viertelfinale ohne italienische Klubs löst im Land Entsetzen aus. Ganz so trostlos ist die Lage aber gar nicht.

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