6:2 in der Champions League:Bayern dreht ganz zum Schluss auf

Die Münchner fanden nach etwas hektischen Beginn dann aber auch in die Begegnung. Sie wurden immer gefährlich, wenn sie schnell und präzise über die Flügel nach vorne kamen, wenn sie einer wilden Begegnung klares Spiel entgegensetzten. Nach 20 Minuten kamen sie über links, und Müller nahm den Ball im Strafraum an. Er wurde in der Drehung von Enock Mwepu gefoult. Lewandowski verwandelte den fälligen Strafstoß souverän (21.).

Champions League - Group A - FC Red Bull Salzburg v Bayern Munich

Thomas Müller geht im Dauerregen von Salzburg, pardon, wie ein nasser Sack zu Boden – der fällige Elfmeter führt zum 1:1.

(Foto: Andreas Gebert/REUTERS)

Der Stürmer vergab dann in der 37. Minute zunächst eine große Chance, als er sich weigerte, den Ball auf die freistehenden Serge Gnabry oder Thomas Müller zu passen und stattdessen übers Tor schoss. Das 2:1 kurz vor der Pause bereitete er dann aber vor, wenn auch aus einer knappen Abseitsposition, die Schiedsrichter Danny Makkelie übersah: Lewandowski leitete den Ball auf Müller weiter, der so lange wartete, bis er aus spitzem Winkel den Salzburger Rasmus Kristensen anschoss; das Eigentor gehörte eigentlich Müller.

Es blieb auch in der zweiten Halbzeit ein unangenehmes Spiel für den Favoriten; eines mit ein paar Lücken, die auch Corentin Tolisso, der im defensiven Mittelfeld neben Joshua Kimmich den wegen einer Wadenverletzung in München gebliebenen Leon Goretzka ersetzte, nicht zuzulaufen vermochte. Nach 66 Minuten verlor Lewandowski den Ball im Mittelfeld, Salzburgs André Ramalho spielte den zur Überlistung der Münchner einzig notwendigen scharfen Pass, und der zuvor eingewechselte Masaya Ogukawa traf zum 2:2.

Als es eine Viertelstunde vor Schluss nach einem engen Spiel aussah, drehten die Münchner allerdings noch mal auf. Zunächst traf Boateng nach einer Ecke per Kopfball (79.), dann der eingewechselte Leroy Sané mit einem schönen Schlenzer in den Winkel, schließlich erzielte Lewandowski per Kopfball noch sein zweites Tor (88.), und in der Nachspielzeit traf sogar Lucas Hernández noch das Tor. Also konnte man noch mal auf David Alaba schauen: Er freute sich mit, die Gedanken wenigstens ein paar Momente lang wirklich nur bei diesem Spiel.

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