Der Mann, der in den vergangenen Jahrzehnten unter dem Decknamen „Manu der Libero“ das Torwartspiel revolutioniert hatte und der in den vergangenen 90 Minuten durch das Estadio Santiago Bernabéu zu Madrid geflogen war, als gelte es die Gesetze der Physik, Biologie und Gerontologie gleichermaßen zu verhöhnen, er hatte sich noch einen Spaß für das Ende seines überlebensgroßen Abends aufgespart. Wobei, war es überhaupt ein Spaß? Manuel Neuer schaute jedenfalls sehr ernst in die Runde, als er auf seine jüngsten Muskelverletzungen einging, die ihn in den vergangenen Wochen vom Torwartspiel abgehalten hatten.
Manuel NeuerDas stärkste Comeback nach einem Schnupfen in der Wade
Lesezeit: 4 Min.

Hat hier jemand „40“ gesagt? Beim 2:1 in Madrid hechtet, grätscht und fliegt Manuel Neuer wie die 21-jährige Version seiner selbst. Was eine große Frage aufwirft, die der beste deutsche Torwart lieber nicht beantworten möchte.
Von Philipp Schneider, Madrid
